'Change is coming I've been told' heiβt es im Opener 'Stand Right Up'. Tatsächlich dürfte sich im Leben der King Cannons gerade einiges ändern. Bandleader Luke Yeoward hat seit Kindheitstagen an seiner Musikkarriere gearbeitet, und im Kreise seiner fünf Mitstreiter nimmt sein Traum nun sehr konkrete Züge an. In einer karg eingerichteten bandeigenen WG in Melbourne entstand der charakteristische Sound der King Cannons, die sich ganz dem Rock'n'Roll verschrieben haben. Und das mit soviel Hingabe, dass man beim Major EMI schnell darauf aufmerksam wurde. Ein groβes Label und enprechende Promo-Unterstützung im Rücken, legen King Cannons nun ein bestens produziertes Debütalbum vor. Clever choreografiert, nehmen gleich die ersten beiden Tracks den Hörer ganz für sich ein. Auch wenn diese Dynamik bis zum Albumende nicht gehalten werden kann, ist 'The Brightest Light' eine Platte mit einem untrüglichen Gespür für Melodie und Rhythmus. Songs wie 'Too Young' oder 'On Our Own' swingen ganz hervorragend und gehen ins Tanzbein. Dafür sorgt ein sehr waches Klavier und das groβartige Double aus Schlagzeuger Dan McKay und Percussion-Dame Lanae Eruera. In ruhigere Tracks wie 'The Brightest Light' oder 'Everyman's Tale' legt Sänger und Songwriter Yeoward seinen ganzen Pathos und lässt seiner Bewunderung für Bruce Springsteen freien Lauf. Solche Vorbilder und die beachtliche Energie von sechs Bandmitgliedern können nur ein Erfolgsrezept sein. 'The Brightest Light' ist eine schöne runde Platte und ein mehr als gelungenes Debüt. Eben eine kleine Kanonenkugel, die da ins Rollen gerät.