Gecko Sector als Bandname, ein passendes Logo, ein nettes Cover – das ist irgendwie echt niedlich. Das Seitenprojekt von Funker Vogt – Chef Gerrit klingt musikalisch dann genauso wie man es bei diesem grafischen Konzept erwarten darf. Elektropop zwischen Depeche Mode, And One und in den ganz "derben" Momenten stark an die Hauptband erinnernd gibt es auf dem Debutalbum 'Enter'. Melodien waren noch nie das Problem von Funker Vogt, und dementsprechend auch nicht von Gecko Sector. Da man sich hier fern von jeder Kriegsthematik bewegt und auch musikalisch nicht in einem so starren Erwartungskorsett steckt wie bei Funker Vogt ist die Abwechslung auf 'Enter' weitaus höher. Zwischen ruhige, sehr sphärische und eingängige Stücke wie 'Phantom Pain' oder 'Soul Bleeding' mischen sich fast beschwingte Elektropophüpferchen im Stile von And One ('A Million Hours'; das nach der Tanzfläche schreiende 'Stroboscope') und zwar immer noch poppige, aber an der Grenze zum EBM schwebende Tracks wie 'X-Files Of My Life' (welches – wer hätte es gedacht, Überraschung!! – mit einer Variation der altbekannten Titelmusik aufwartet) oder auch der besonders stark an Funker Vogt erinnernde Opener 'Alien Invasion'. Gecko Sector erfinden nichts neu, klingen situationsbedingt stark nach Funker Vogt – was soll das eigentlich? Noch ein Workaholicventil wie so viele OneAlbumLoserBands? Nein. Gecko Sektor sind unterhaltsam und bringen Ideen ein, die bei der Hauptband eben keinen Platz gefunden hätten. Natürlich kann man seinen Charakter und seinen Stil nicht komplett über Bord werfen. Und so haben Gecko Sector ein wirklich nettes, halbwegs harmloses elektronisches Album aufgenommen, an dem man seinen Spaß haben kann, wenn man nicht zu viel erwartet.