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Preisfrage: Wenn eine Band musikalisch an frühe Judas Priest, Mercyfull Fate oder Manowar klingen, der Tradition verpflichtet sind und trotz jungen Alters klingen, als hätten sie ihre musikalischen Sporen Anfang der Achtziger verdient - Was für einen Bandnamen soll man sich dann verpassen, der noch nicht da war und zudem die Attitüde der Band perfekt beschreibt? Richtig: Eine bessere Wahl als Metalhead hätte man nicht treffen können.
Begonnen hat die Band bereits 2001/2002 mit einer ersten 4-Track-Demo-CD, es folgten viele Gigs und die Zeit ging ins Land, ohne dass Sänger Stefan "The Animal" Sadzio, die Gitarristen Ansgar A.M. Draude, Christoph "Mr. Steel" Mielicki und Co. untätig waren. Das für 2007 angekündigte Debüt ließ aus verschiedenen Gründen auf sich warten und nun ist es endlich soweit. Das Gute daran: Die Musik ist so zeitlos, dass es egal ist, ob das Album nun 2007, 2012 oder 2022 veröffentlicht wird, doch alle Trueheimer werden sich freuen, dass es endlich wieder traditionellen Stahl gibt, der sich deutlich an den alten Helden orientiert und diverse Tempos aus den viel zu engen Lederhosen ziehen.
Auf "Metalhead" stehen Riffs im Vordergrund, eingängige Songs, geradlinig und flott vorgetragen, ohne technische Angebereien oder gar Keyboards. Musikalisch findet sich der geneigte (geistige) Patronengurt- und Tennisstiefelträger bei Judas Priest zu Zeiten von "Priest...Live!" und frühen Mercyfull Fate wieder, vor allem, was den exzellenten Gesang angeht, der zwischen jungem Rob Halford und dem hohen Falsett von King Diamond pendelt. Das ist so Achziger, so Oldschool und vor allem so erfrischend, dass die Band für stählerne Hymnen wie "Bringer Of Evil", "Hunter", "Chains Of Steel" oder "Awakening Of Thunder" mit den schneidenden Riffs, stur galoppierenden Drums und den kehligen Männershouts einfach nur Plus- und Sympathiepunkte sammelt.
"Metalhead" von Metalhead ist geschaffen für jeden Metalhead. Und mehr muss man wirklich nicht sagen! Saubere Arbeit!
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