Er ist wieder da, der irre Reverend mit seinem familiären Anhang aus Indiana. Und das verheißt nur Gutes. Denn so, wie die Band auf Altbewährtes im solidarischen Miteinander und in der gediegenen Lebensführung auf dem Lande setzt, so hält sie auch ihr erprobtes Aufnahme-Team zusammen. Einmal mehr ging man also mit Paul Mahern ins Studio, und heraus kam 'Between The Ditches'. Vier Alben hat The Reverend Peyton's Big Damn Band nun schon unter einem strengen Live-Dogma aufgenommen. So ganz will sich die Kombo der Moderne aber nicht versperren und zog diesmal Brian Lucey für das Mastering hinzu. Den neuen Songs wurde mehr Aufmerksamkeit gewidmet, ohne dass sie freilich den charakteristischen Peyton-Sound eingebüßt haben. Sorgfältig wurden sie einzeln eingepielt, mit einer ausgewählten Instrumentierung. Für die Statistik: Der Reverend tat sein Werk auf zwei National Guitars aus den 30er Jahren, einer Cigar box Guitar, einer Gibson Flattop 1929 L2 und einer Airline Map Electric Guitar. Mit 'The Whole Fam Damnily' und 'The Wages' hatten auch wir dank ihrem deutschen Labelableger von Sideonedummy bereits Zeit, Hochwürden und seine große verdammte Sippschaft kennenzulernen und ins Herz zu schließen. Mit 'Between The Ditches' kommen sie dann auch schon als gute Freunde daher. Songs wie 'Easy Come Easy Go', 'The Money Goes' oder der Titeltrack haben großen Wiedererkennungswert - des Reverends eigentümliches Gitarrenspiel, der Rhythmus, der von ganz innen kommt und den Hörer auch genau da berührt, der kernige Gesang sowie Breezys heller Background. Ihr Waschbrett nicht zu vergessen. The Reverend Peyton's Big Damn Band hat sich von 'The Pork'n'Beans Collection' an ein eigenes Genre geschaffen, das auch mit dem neusten Album weiter ausgebaut wird. Es geht wild zu, bisweilen auch bluesig-getragen ('Devils Look Like Angels'), es wird von den alltäglichen Sorgen des Landlebens erzählt ('Open the door but shut the screen / it's too damn hot and the bugs are too damn mean'), es wird wie immer auch protestiert ('Don't grind it down!'), und mit 'Move Along Mister' hat die Band einen echten Gospel-Blues-Klassiker geschaffen. Kurz: 'Between The Ditches' ist ein Peyton-Album, wie es im (heiligen) Buche steht.