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Katatonia -  Dead End Kings     Artist:  Katatonia
    Album:  Dead End Kings
    Label:  Peaceville
    Release:  24.08.2012
   Medium:  Album
    Genre:  Progressive Rock ausdrucken 
    Autor:  The Wendigo empfehlen/teilen 
 

Katatonia gehen mit 'Dead End Kings' einen gewaltigen Schritt in eine Richtung, die rückblickend eigentlich von anfang an logisch erscheint, wenn man die Alben der Bandgeschichte Revue passieren läßt. Aus düsterem, langsamen Doom Death Metal wurde nach und nach das, was Katatonia heute ausmacht.

Düster, melancholisch und traurig ist Katatonia's Musik immer noch, aber das ist sie auf 'Dead End Kings' in einer hoch subtilen, extrem zerbrechlich wirkenden Art. Auf den letzten Alben war eine stetige Veränderung bereits erkennbar, auch wenn man Katatonia immer noch sofort unter hunderten anderer Bands heraushören kann - es gibt kaum eine Band, die so sehr für sich selbst steht wie Katatonia. Fragil, intensiv, traurig, verzweifelt, stellenweise wunderschön, aber immer in einer gewissen Form tragisch. Irgendwie fällt einem zur Charakterisierung von Katatonia's Musik Franz Schuberts 'Unvollendete' ein - so wie dieses legendäre Stück der Musikgeschichte scheint es in Katatonia's Stücken immer etwas zu geben, was eine emotionale Unruhe schafft. Meisterhaft.

Zur Umsetzung dieses Stils greifen Katatonia auf 'Dead End Kings' auf ein echtes Orchester zurück. Die Streicher dominieren, die Melodien sind sperrig, schwer fassbar, stellenweise gar zu ruhig und reduziert. Es ist ein fast monströs schwierig greifbares Stück Anspruch, das Katatonia hier veröffentlicht haben - selbst wenn einerseits die ruhigen Parts noch sanfter sind als früher und die Gitarren wieder härter, intensiver und viel druckvoller herüberkommen als auf dem vorangegangenen Album. Stellenweise manövrieren Katatonia hierbei an der Grenze zum Post Rock.

Auf jeden Fall kann man feststellen, dass 'Dead End Kings' das abwechslungsreichste aller Katatonia-Alben ist.

Dennoch bleibt ein immenser Kritikpunkt, auch wenn das beim Blick auf die Gesamtqualität Jammern auf höchstem Niveau ist. Katatonia haben mit 'Viva Emptiness' eines der grandiosesten Stücke Düster-Metall aller Zeiten veröffentlicht. Als Fan dieses Albums muss es gestattet sein, die neuen Veröffentlichungen der Band mit 'Viva Emptiness' zu vergleichen - und trotz aller Genialität und Abwechslungsreichtums schafft 'Dead End Kings' es nicht einmal annähernd, die Dichte, Intensität und Qualität der Melodien von Stücken wie 'Ghost Of The Sun' oder 'Evidence' zu erreichen. Katatonia haben offensichtlich alles, was in nachvollziehbaren, wirklich großen Melodien in Ihnen steckt, auf 'Viva Emtiness' aufgebraucht. Keiner der neuen Songs hat die Qualität, das extrem hohe Niveau der Band sowie Anspruch und Komplexität einerseits mit klaren, geradlinigen Melodien andererseits zu verbinden.

Natürlich gibt es gute Melodien auf 'Dead End Kings', aber diese bleiben immer sperrig und abweisend. Der Zerbrechlichkeit der Stücke tut dieser Mangel keinen Abbruch - vor der Schönheit auf die Knie sinken wie bei dem anbetungswürdigen 'Viva Emptiness' kann man allerding bei 'Dead End Kings' nicht. Einige der Stücke scheinen dorthin zu streben, schaffen es aber nicht, sie wirken gewollt unvollendet. Dazu gehören das wirklich fantastische 'Dead Letters' sowie das extrem seichte 'The Racing Heart'.

Was bei Katatonia generell und vor allem auf 'Dead End Kings' eindeutiger nicht sein kann, ist, dass Katatonia technisch perfekt sind und auf dem Album garantiert alles genau so ist, wie es von der Band gewollt war. Daher kann man davon ausgehen, dass Katatonia die etwas einfacheren Melodien gar nicht haben wollten. Und das sei ihnen, solange die Qualität ihrer Stücke immer noch so hoch ist wie auf 'Dead End Kings', auch gegönnt. Es gibt ja immer auch noch die alten Songs, die man sich zu Gemüte führen kann.

Eine gewisse Skepsis allerdings darf man der Band mit auf den Weg geben, was die Zukunft angeht. Mit 'Dead End Kings' ist die Grenze zum radiotauglichen Post Rock erreicht. Sehr viel weiter sollte die Band diesen Weg nicht beschreiten.


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