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All Hail The Yeti - na das ist doch mal ein Bandname, der viel Freude macht. Allerdings haben die Herren mit dem Himalaya wenig am Hut, und All Hail The Wendigo wäre wohl der bessere Name gewesen - immerhin ehren die Herrschaften mit 'I Am Wendigod' dem indianischen Menschenfresserdämon aus den Wäldern mit einem Song.
Die Band lärmt und kracht vor sich hin, dass es eine Freude ist. Ziemlich viel Spielfreude verbreiten die Herren aus den Wäldern der Südstaaten auf ihrem selbstbetitelten Album. Normalerweise ist stumpfsinniges Hardcore-Gebrüll nicht die Sache dieses Rezensenten, All Hail The Yeti schaffen aber den Spagat zwischen Hardcore und Südstaaten-lastigem Stoner Metal absolut überzeugend.
Die Riffs sind tonnenschwer, ähneln aber glüclicherweise strukturell eher dem Südstaatenrock von Molly Hatchet als langsamen modernen Metal/Core im Stile von Crowbar oder Pro-Pain. Dadurch entsteht etwas Besonderes.
Thematisch bewegt man sich im klassischen, brutalen Death-Metal-Bereich - man zerlegt alle möglichen Mördergeschichten in ihre blutigen Einzelteile, nachzulesen bei Songtiteln wie 'Axe Murder Hollow' und 'Suicide Woods'. Man bewegt sich irgendwo im Dunstkreis der Hügel der blutigen Augen und Hatchet, wenn man die Thematik mal filmtechnisch einkreist.
Musikalisch feuert man aus allen Rohren, zwischen Stoner-Rock-Melodien, schneidenden Metalcore-Riffs und dem überraschend abwechslungsreichen Geshoute, das sich genrebedingt mit cleanem Gesang abwechselt und der stimmlich stilistischen Konkurrenz von Bands wie The Browning oder Heaven Shall Burn nicht nachsteht. Im Gegenteil: All Hail The Yeti haben einen wirklich genialen Sänger, der auch beim Shouten viele Facetten beherrscht und immer artikuliert bleibt.
Die Melodien sind die Hauptsache, und All Hail The Yeti schütteln davon gleich Dutzende der eingängigsten Sorte aus den blutigen Ärmeln ihren Karohemden. Es rockt und rollt und lärmt an allen Ecken und Enden auf diesem Stück Hinterwäldler-Metal, das wirklich sehr viel Spaß bereitet.
Lediglich die nach 'Judas Cradle' abschließenden 15 Minuten Waldgeräusche hätte man sich auch sparen können.
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