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Muse -  The 2nd Law     Artist:  Muse
    Album:  The 2nd Law
    Label:  Warner
    Release:  28.09.2012
   Medium:  Album
    Genre:  Progressive Rock ausdrucken 
    Autor:  Valentin empfehlen/teilen 
 

Was ist zu erwarten von einem Album, welches das Zweite Gesetz der Thermodynamik, nach dem selbst im geschlossenen Kreislauf die Verschwendung von Energie nicht zu vermeiden ist, zum Titel hat? Wesentlich weniger? Oder doch erheblich mehr, aufgrund der wissenschaftlichen Geistesgegenwart? Man weiß es nicht. Was man schlechterdings von Muse erwarten darf, ist da schon einfacher festzustellen: Progressive, hochklassige Musik mit reichlich Dynamik und immer mal wieder einem kleinen Sound-Gimmick zwischendurch sind über die Jahre zur Selbstverständlichkeit geworden.

Bei den Aufnahmearbeiten zu 'The 2nd Law', das nun der nächste große Wurf nach dem rekordebrechenden 'The Resistance' sein soll, haben Muse sich losgesagt von den Zwängen eines Konzeptalbums und ihr schon seit gefühlten Äonen bewiesenes Kompositionstalent uneingepfercht wirken lassen. Unvermeidlicher Weise befolgt werden kann dieses Prinzip aber nur auf Kosten der Konnexität innerhalb eines Albums - und da bildet auch 'The 2nd Law' nicht die eine rühmliche Ausnahme. Das aber, so lässt sich mehr als bloß spekulieren, in seiner zügellosen Reichhaltigkeit wohl kaum einen Hörer nicht mit irgendetwas an irgendeiner Stelle zu faszinieren vermag.

Von Funk über Synthie-Pop bis hin zum Dubstep ist alles vertreten auf diesem ambitionierten Neuling des in der modernen Musikwelt immer wieder wegweisenden britischen Trios. Dabei ist anzumerken, dass der Dubstep-Virus die Mus(e)ik bei weitem nicht so tiefgreifend zerpflückt hat, wie die ersten Trailer-Spuren zum Album es viele aufgewühlte Fans haben befürchten lassen. Provokanter Weise hatte man das polarisierende 'Unsustainable' verwendet, um auf 'The 2nd Law' einzustimmen - einen hyper-elektronischen, auf moderne Art und Weise apokalyptischen Song voller computergenerierter Power, den es so oder in vergleichbarer Form selbst bei Muse noch nie gegeben hat. Was dort mit einer übertragungsgestörten Nachrichtensprecherin, gehetzten Streichern und orchestraler Hektik beginnt, mündet in eine unkontrollierte, emotional entfremdete Zerlegung der Vokabel 'Unsustainable' in seine Bestandteile. Doch keine Angst: Der Exzess entbrennt ein wenig jenseits des eigentlichen Albums. Jedenfalls dem äußeren Eindruck nach, denn Muse haben, genau wie bereits bei 'The Resistance' mit der dreigeteilten 'Exogenesis'-Sinfonie, einen Abschluss-Part angehängt, dessen andere Hälfte 'Isolated System' heißt und die durch den vorangehenden Track gestiftete Aufregung mit ruhigen Melancho-Klaviertröpfeleien wieder liquidiert.

Bleiben wir an dieser Stelle doch dabei, 'The 2nd Law' von hinten aufzuzäumen und stellen verwundert fest, wie die letzten beiden Stücke des 'eigentlichen' Albums mal so gar nicht nach Muse klingen. Der Korrektheit halber müsste man hinzufügen, dass eigentlich gar nichts auf dieser - harsch ausgedrückt - unübersichtlichen Zirkus-Platte wirklich Muse-artig klingt. Doch bei 'Save Me', das mit seinem Aufbau leider unglücklich leer läuft, und 'Liquid State' steht ausnahmsweise Basser Chris Wolstenholme am Mikrofon und singt mit fester, aber doch irgendwie nicht ganz so erwünschter Stimme über seinen Kampf gegen die Alkoholabhängigkeit. Nichts gegen dessen Fertigkeiten, aber - Hand auf's Herz! - der Wunsch nach dem den Sound der Band ausmachenden eindringlichen Falsett Matthew Bellamys überwiegt dann doch den Innovationshunger des Muse-bewanderten Hörers.

Alles, was davor kommt, ist gutes, wenngleich völlig verschiedenes Material. Gewohnt viel Gesellschaftskritik ist mit von der Partie: (M-m-m-m-m-m-)Madness - die gute, allerdings wenig aufregende Single. Der Anti-Banker-Song 'Animals' mit Börsentumult-Samples, 'Explorers', ein milder, zarter Song, der jedoch streng mit der eigenen Entfremdung von einer profitregierten Welt ins Gericht geht ('Free me from this world / I don't belong here / It was a mistake imprisoning my soul'). Dann wäre da noch 'Panic Station', der funkige Kandidat mit Bläsern und stimmhaften Bass-Tönen, der irgendwie an 'Another One Bites The Dust' von Queen erinnert. Ganz zu schweigen vom episch-pathetischen Olympia-Song 'Survival' (Prelude inklusive), über den schon viel gesprochen wurde - so gefühlsecht kriegen nur Muse das hin. Oder das richtig fett - soll heißen: mit Uffta-Uffta-Kanone à la Guetta - inszenierte 'Follow Me', Matts ergreifende Hymne an die eigene Vaterschaft. Zu dumm nur, dass 'gut' für Muse nicht gut genug ist, und ohnehin nicht ausreicht, um 'The 2nd Law' dahin zu befördern, wo der seit Albengedenken bestehende Anspruch es ohne Zweifel haben möchte. Einzig mit 'Supremacy' dürfte sich ein Sprachlosigkeitskandidat der alten, ruhmbehafteten Muse-Schule wiederfinden. Dort mischt sich dezentes Marschgetrommel mit fetten Bass-Hooks und Bellamys anmutig kreischendes Falsett mit Bläsersätzen, die im Stile von Led Zeppelins 'Kashmir' schillern.

Am Ende hat dieser gewöhnungsbedürftige Longplayer mehr mit Thermodynamik zu tun, als wir es je vermutet hätten, und weiß damit seinen Hörer entsprechend lange zu beschäftigen - vielleicht mit der einen oder anderen Pirouette und ein paar Stroboskopblitzchen zu viel. Wohnen ihm einerseits herausragende Stärken inne, ist er auf der anderen Seite in seiner ungehemmten Mannigfaltigkeit doch recht angreifbar. Er gibt viel zu knabbern, und somit auch einiges zu verdauen. Und damit muss man immer wieder aufs Neue beginnen. Denn ein jedes der insgesamt 13 Stücke zieht den Rezipienten in sein ganz eigenes Kabinett - ungeachtet des Ambientes aller umliegenden Tracks. Na, wenn das mal keine Aufgabe ist!


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