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Enslaved -  RIITIIR     Artist:  Enslaved
    Album:  RIITIIR
    Label:  Nuclear Blast
    Release:  28.09.2012
   Medium:  Album
    Genre:  Blackmetal ausdrucken 
    Autor:  Antal empfehlen/teilen 
 

Mit Riten und Ritualen, sei es aus anthropologischer, historischer oder philosophischer Perspektive, beschäftigen sich Enslaved auf ihrem zwölften Studioalbum. Ein Konzeptalbum ist es aber nicht geworden, eher ein "Themen-Album", wie Gitarrist und Hauptsongwriter Ivar im Interview erklärt. Die durchaus anspruchsvolle Thematik findet denn auch in der Musik ihre Entsprechung. "RIITTIIR" ist ein geniales Meisterwerk, das von Stil und Atmosphäre am ehesten mit dem starken "Vertebrae" vergleichbar scheint, dieses aber noch einmal an kompositorischer Brillanz übertrifft. Freilich machen es Enslaved dem Hörer nicht gerade einfach, denn die meist überlangen, unheimlich detailreichen Songs verlangen zumindest beim ersten Hören Aufmerksamkeit. Doch auch für "RIITIIR" lässt sich nach einiger Beschäftigung festhalten (und das ist ein unumwundenes Kompliment): Das Album funktioniert sowohl als Kopfhörer-Genuss zum genauen Hinhören und Aufsaugen aller Einzelheiten wie auch als atmosphärische Begleitung zum Träumen und Nachsinnen.

Wie ein dunkler, gewaltiger Sturm fegt einem der erste Song "Thoughts Like Hammers" zu Beginn entgegen bevor ein doomiges Riff den Song auf Kurs setzt. Im Folgenden mischt sich die Doom-Finsternis mit post-metallischen Flächen und black-metallischen Angriffen, während beim Gesang Grutles Keifen und Herbrands schöner Klargesang ein geniales Gegen- und mitunter auch Miteinander bieten. Was die Norweger hier in neuneinhalb Minuten an Ideen und dramaturgischen Schlenkern in einem Song unterbringen, verteilen die meisten anderen Bands auf mindestens ein halbes Album. Und dennoch - und dies gilt stellvertretend für das ganze Album: hier wirkt nichts zusammengesetzt, gibt es keine willkürlichen Breaks und Stilwechsel nur um der Komplexität willen. Alles ist im Fluss, die Songs - und auch das komplette Album - funktionieren perfekt als Einheit.

"Death In The Eyes Of Dawn" verzaubert mit grandioser Gitarrenarbeit, "Veilburner" bietet wunderschöne Gesangsmelodien, "Roots Of The Mountain" ist eine fantastische Tour der Emotionen, angefangen bei der eiskalten Black-Metal-Attacke zu Beginn bis hin zum getragenen, hymnischen Abschluss - einer der großartigsten Songs des Jahres. Der folgende Titelsong kommt im Verhältnis zunächst etwas simpler daher, ist groove-orientiert und (wie eigentlich alle Songs) mit tollen Melodien ausgestattet, die sich einem für immer ins Hirn brennen. "Simpel" ist in dieser Albumbesprechung aber wirklich nur relativ zu verstehen, denn auch der Song "Riitiir" zeigt gerade in der zweiten Hälfte seine Tiefe wenn entweder mehrere Gesangsebenen übereinander geschichtet werden oder plötzlich dissonante Tonfolgen einen dunklen Abgrund aufreißen, in den der Hörer stürzt.

"Materal" kombiniert einen mächtigen Mid-tempo-Drumbeat mit einer hypnotischen Grutle/Herbrand-Gesangskombination und lässt dies mit Tremolo-Gitarren-Passagen abwechseln. In der zweiten Hälfte des Songs werden immer wieder neue Highlights gesetzt, sei es eine wunderschöne Gitarrenmelodie oder hymnische Gesangslinien - auch daraus würden andere Bands fünf oder mehr Songs stricken, bei Enslaved wird daraus ein achtminütiges Meisterwerk. "Storm Of Memories" zeigt die psychedelische Seite der Band und spielt gekonnt mit Spacerock-Anleihen, was bei vielen Kollegen zu Voivod-Vergleichen führte, wenn auch Ivar nurmehr einen eher indirekten Einfluss der kanadischen Metal-Visionäre zugibt. Doch auch bei diesem Song zeigen Enslaved wieder, dass sie ihre Black-Metal-Vergangenheit keineswegs vergessen haben. Weiterentwicklung und musikalische Empanzipation müssen nicht immer bedeuten, dass eine Band ihre DNA verleugnet - gerade dies scheint das Geheimnis zu sein, das erklären mag, dass auch "RIITIIR" bei aller Innovation und grenzenloser Lust am Musizieren zu jeder Sekunde ganz und gar nach Enslaved klingt.

Das elfminütige, mit einem schrägen Piano-Solo startende, dann zunächst treibende, am Ende melancholisch ausklingende "Forsaken" beschließt ein ungeheuer spannendes, vielseitiges, emotionales, aufregendes, geniales Album, mit dem Enslaved - und das nach den zahlreichen großartigen Vorgängeralben - ihren musikalischen Zenit erreicht haben.


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