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Tiamat -  The Scarred People     Artist:  Tiamat
    Album:  The Scarred People
    Label:  Napalm Records
    Release:  01.11.2012
   Medium:  Album
    Genre:  Gothicmetal ausdrucken 
    Autor:  The Wendigo empfehlen/teilen 
 

Vier Jahre Schaffenspause – nichts ungewöhnliches für Johan Edlund und Tiamat. Für einen echten Fan der ersten Stunde ist natürlich jedes Jahr eines zu viel, aber bisher hat sich das Warten meistens gelohnt.

'The Scarred People' lautet der Name des neuesten Werkes der Schweden. Gleich der titelgebende Opener feuert dann aus mehr Rohren als Tiamat je hatten. Schnelles Midtempo, eine Melodie wie ein Schweißbrenner, Keyboards voller Bombast, Kirchenglocken, ein Klavier ausgeliehen von Lucyfire, ein Männerchor der auch 'Fluch Der Karibik' gut zu Gesicht stehen würde, Stimmen aus dem Taperecorder wie bei 'Lucy', Mitbangparts von allerfeinster Qualität. Eine Hymne wie diese hatte die Band noch nie am Start.

Bereits beim darauf folgenden 'Winter Dawn' wird jedoch klar, dass Tiamat nicht ausschließlich im typischen Sound der Band weitermachen wollen. 'Winter Dawn' ist extrem rifflastig, verfügt in der Bridge über klassischen Hard Rock – Gesang, und auch der Refrain ist für Tiamat'sche Verhältnisse zuckersüß und positiv – erneut eine Form des Bogens zum einzigen Seitenprojekt, dass Tiamat je hatten: Der Stil der Hardrock-Scheibe von Lucyfire findet mehr als einmal Eingang auf 'The Scarred People'. Den Refrain von Keyboard-Glockenspielen begleiten zu lassen ist jedenfalls einfach nur ultracool. '384 KTeis' ist dann stilistisch ein direkter Verwandter zu 'Whatever That Hurts' mit einer unglaublichen Masse an Soundeffekten im Background, von einem absolut genial verzerrten Klavier bis hin zu einem metallisch-kratzenden Geräusch auf dem Boden, das einem ganz Silent Hill-mäßig das Blut in den Adern gefrieren lässt ist dieser Song sperrig, gruselig, aber spätestens nach eingehender Beschäftigung ein Über-Hit der einen nicht mehr so schnell loslässt. Auch hier, beim dritten Track, wird bereits klar, dass Tiamat vom metallastigen Gothic zurück sind im gothiclastigen Metal. Ein kleiner, aber gerade auf diesem Niveau absolut feiner Unterschied.

'Radiant Star' erinnert erneut an 'Wildhoney', ist aber weitaus vielschichtiger als die ruhigen Tracks dieses Albums, allein die Spaghettiwestern-mäßigen schmissigen Fanfaren heben den Song auf eine andere Ebene. Es gibt keine sinnlosen Spielereien und Dudeleien mehr, 'The Scarred People' ist trotz eben vieler vieler Spielereien unglaublich geradlinig, alles sitzt genau an seinem Platz.

'The Sun Also Rises' ist der erste Track, der nicht sofort mitzureißen vermag, auch wenn hier erstmals der Text primär auffällt. Das Album scheint insgesamt extrem persönlich zu sein; hier arbeitet Johan Edlund offensichtlich seine Verflossenen ab. Der ruhige Track gipfelt in einem fast Gary Moore-artigen Solo und hinterlässt den wenigst nachhaltigen Eindruck aller Songs.

Das Ganze wird nach einem kurzen, Tiamat-typischen Übergang von 'Love Terrorists' ziemlich schnell wieder gerade gerückt. Der Anfang schwelgt in kitschigsten 80er Jahre-Keyboards und bricht dann ziemlich schnell in einen der für Tiamat so typischen schnellen Midtempostampfer aus, bloß um in den nächsten 5 Minuten noch wenigstens ein halbes Dutzend Mal das Tempo zu variieren. Ein unglaublich spannender, leicht gruseliger Track mit der wohl bis dato besten Gesangsleistung von Edlund. Ohnehin haben die auf 'Amanethes' noch vorhandenen Schrei-Ausbrüche und der Krach von 'Raining Dead Angels' ein schnelles Ende gefunden, Edlund singt ausschließlich tief und ruhig.

'Messinian Letter' beginnt auf einer entspannten Südstaaten-Gitarrenmelodie, harmlos, melodisch. 'Baby, everything will be just fine/ just a moment then the dark will be gone and the sun will shine' – was hat Edlund denn für ein Gute-Laune-Bärchen gefrühstückt? Aber nicht alles ist so wie es scheint, und nie vergessen, dass Tiamat bekannt sind für bösartige, sarkastische Texte….

Mit 'Thunder & Lightning' kramen Tiamat erneut in der Sisters Of Mercy / Lucyfire-Kiste und servieren einen melodiösen Gassenhauer schnellerer Bauart, mit Hardrockrefrain im Gothicmetalgewand.

Zum Abschluß des Albums kommt noch einmal das ganz große Kino auf: Mit 'The Red Of The Morning Sun' steht eine Heavy Metal-Halbballade im Tiamat-Programm die zwischen 'Do You Dream Of Me?' und 'Nothing Else Matters' pendelt und dabei düster-bombastisch und wunderschön ist.

'The Scarred People' ist das erwachsenste Album von Tiamat bisher, anspruchsvoll, unglaublich dicht in der Atmosphäre, in jeder Sekunde spannend – ein absolut herausragendes Album. Man übertrifft den Vorgänger 'Amanethes' um Längen und erreicht in bestimmten Augenblicken tatsächlich die Qualität von 'Wildhoney' – um nicht zu sagen, dass einige der aktuellen Melodien dem Album so unglaublich viel geben, dass man sich trotz der großen Vergangenheit der Band ermutigt sieht zu behaupten, dass 'The Scarred People' die bisher eingängigste Tiamat-Scheibe ist.

Ein Szene-Vorreiter muss, nachdem der eigene Legendenstatus etabliert und dann in Stein gemeißelt wurde, nicht weitere, möglicherweise miserable (Hallo Anathema…) Versuche unternehmen, mit Gewalt originell zu sein und sich zu verändern. Manchmal reicht es eben vollkommen aus, das, was man kann, in Perfektion zu zelebrieren.


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Deinen abschließenden Seitenhieb in Richtung Anathema hättest du dir echt sparen, ich habe auch ehrlich gesagt den Eindruck dass du die Musik von Anathema nie richtig verstanden hast, die Cavanagh Brüder mögen vielleicht bis zu einen gewissen Grad eine Szeneband gewesen sein, haben aber stets Einflüsse spüren lassen die darüber hinaus gehen....

von Morphie (03.11 | 18:40)
 
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