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Lana Del Rey -  Paradise     Artist:  Lana Del Rey
    Album:  Paradise
    Label:  Universal / Vertigo
    Release:  16.11.2012
   Medium:  EP
    Genre:  Pop ausdrucken 
    Autor:  Valentin empfehlen/teilen 
 

Viel ist geschrieben worden über die junge, schöne Lizzy Grant. Zwar nicht erst seit 'Born To Die', aber insbesondere, seitdem im Januar noch diesen Jahres ihr Erstling unter dem Künstlernamen Lana Del Rey erschien. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich ein Chor neunmalkluger Stimmen gegen ein junges weibliches Business-Geschöpf mit darstellerischem Wagemut zu Wort meldet. Sie mache sich wahlweise entweder zum menschenfernen Vermarktungsobjekt, spiele eine moralisch untragbare Popstar-Rolle oder prostituiere sich zur verräterischen Antagonistin des Feminismus (wie zuletzt in Anbetracht der inhaltlichen Ausgestaltung der Single 'Ride' und des zugehörigen Clips behauptet wurde). Oder einfach gleich alles auf einmal. Kaum eine kühne Unterstellung, die man in dem Zusammenhang noch nicht irgendwo hat lesen oder hören können - die permanenten Mäkeleien an ihrer Musik, die auch nicht vor dem Produzententeam halt machten, an sich nicht einmal mit eingerechnet. Für all diejenigen, die noch nicht um dieses offene Geheimnis wissen: Das Pop-Business lebt von und atmet durch seine Unterstellungen.

Lana Del Rey dürfte mittlerweile eine künstlerische Reife erreicht haben, in der sie all das kaum mehr juckt. Dafür spricht jetzt 'Paradise', für welches die Künstlerin wieder mit dem gleichen Kern an Produzenten zusammenarbeitete. Aus dem angekündigten Winter-Album ist dann aber doch 'nur' eine EP geworden - die je nach Version immerhin acht bis neun Songs umfasst und eine gute halbe Stunde die Sinne seines Hörers beschäftigt. Zuvorderst ist 'Paradise' allerdings das aufgepfropfte Anhängsel einer recht frühen Neuauflage von 'Born To Die' als - richtig geraten! - 'Born To Die - Paradise Edition'. Dass auch eine solche kommerzielle Ausschlachtung einer Mehrfach-Platin-Platte einer ganzen Menge Menschen ganz und gar nicht recht gewesen ist, versteht sich fast von selbst.

Widmet man sich der Musik - was übrigens generell ausdrücklich zu empfehlen ist -, bestätigt sich der Eindruck einer sich unbeirrt entwickelnden Lana Del Rey. 'Paradise' ist mehr Sinnesmassage, mehr hedonistischer Stimulus als schlichte Popmusik und präsentiert den Exzess so zuckersüß, wie es nur geht. Es legt sich um seinen Rezipienten wie ein nebliger Schleier schweren, bittersüßen Parfums. Düster und smoky, wie man es gewohnt ist, und in salonfähigem Mid-Tempo nistet es sich im Rückenmark ein und garantiert einen durchgängigen latenten Wohligkeits-Schauer. Auch um die ihrem eisigen Timbre innewohnende, fast unnahbare Sinnlichkeit weiß Lana Del Rey, weshalb sie sich nun mehr als schon zuvor dem Erotisierenden und dem Verruchten verschrieben hat - unter ständiger Beibehaltung des Süßlichen und Mädchenhaften. Genau dieser Cocktail ist es, der auch diesmal wieder die Magie entfacht, nur geschieht das stellenweise unverblümter als bisher gewohnt. 'No one's gonna take my soul away / I'm living like Jim Morrison / Headed towards a fucked-up holiday / Motel, squeeze, squeeze, and I'm singing: / Fuck yeah, give it to me, this is Heaven, what I truly want! / It's innocence lost / Innocence lost' - in 'Gods And Monsters', dem wohl bemerkenswertesten und belustigender Weise auch anmutigsten Stück der EP, wird die Ausschweifung frank und frei sprachlich zelebriert. 'My pussy tastes like Pepsi Cola / My eyes are wide like cherry pies', schmachtet sie dann in 'Cola' zum organisch pochenden, born-to-die-typischen Hohl-Beat so bildhaft, dass es weh tut. Wie um den Klimax aufzufüllen setzt mit 'Burning Desire' die Hyperventilation ein, und lüstern haucht die 26-Jährige Zeilen dahin, die sich ein jeder Mann sofort auf die Mailbox wünschen würde.

Doch auch unter ganz schlichten Umständen vermag Lana Del Rey die Atmosphäre mit einem verführerischen Prickeln zu durchsetzen: 'You make me crazy / You make me wild / Just like a baby / Spin me 'round like a child', säuselt sie schulmädchenhaft aber lustvoll, während sie sich in 'American' den ultimativen Amerikaner ausmalt, der regelmäßig 'young, dope, proud' ist - oder aber zu sein hat.

Den Klassiker 'Blue Velvet' aus den fünfziger Jahren, der ihr nicht nur durch die Liaison mit dem schwedischen Textilhandelsunternehmen wie auf den Leib geschneidert scheint, interpretiert Lana Del Rey auf kurzer Länge mit herausragender Leichtigkeit, 'Bel Air' traumtänzelt verklärt, aber melodisch stark. Nur 'Yayo' plätschert auch nach mehrmaligem Anspielen noch in seiner eigenen Welt dahin, ohne ein klares Zeichen zu setzen. Was aber - und auch das ist typisch Lana - nicht heißen soll, dass man nicht mehr weiter zuhören möchte. Wie könnte man sich auch einem schwülen Sommernachtstraum entziehen, wenn der einem im Spätherbst offeriert wird.

Ohne Schwierigkeiten erkennen wir Lana Del Rey auch noch, nachdem sie begierdevoll bis ins Paradiesische vorgedrungen ist. In seiner Machart nämlich dockt das treffsichere 'Paradise'-Songsortiment hörbar an sein Mutterwerk 'Born To Die' an, weshalb wohl letztendlich auch die Entscheidung zugunsten einer Angliederung an selbiges fiel. Für das folgende, ganz neue Album hat Lana Del Rey vermutlich auch noch viel mehr mit uns vor - wer weiß. Der Erfolg ist ihr für den Moment jedenfalls erst einmal sicher. Nicht gut, nein? Lana Del Rey spielt tatsächlich nichts als eine Rolle? In Ordnung - sei es doch so. Es wäre die beste ihres Lebens.


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