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Depeche Mode -  Delta Machine     Artist:  Depeche Mode
    Album:  Delta Machine
    Label:  Sony
    Release:  22.03.2013
   Medium:  Album
    Genre:  Synthie-Pop ausdrucken 
    Autor:  Malarija empfehlen/teilen 
 

Dave Gahans Stimme ist ja meist die dünne Linie zwischen Liebe und Hass für Depeche Mode. Ich mochte sie schon immer, und so kann auch der leicht angegraute Bart nicht davon abhalten, Dave Gahan für einen der großartigsten und sexysten Entertainer dieses Jahrhunderts (und des vergangenen) zu halten. Wenn also das 13. Studioalbum "Delta Machine" loslegt mit einem recht düsteren, tragenden Beat bei "Welcome To My World", holt Dave Gahan jeden mit seiner Stimme direkt an den Start dieser neuen musikalischen Reise. Dabei ist der Song auch so ziemlich das einzige Stück auf dem Album, das mit viel Fantasie noch an die "Violator"-Ära erinnert. Entgegen der Bandankündigungen im Vorfeld der Albumveröffentlichung ist "Delta Machine" nämlich keineswegs eine Mischung aus "Violator" und "Songs Of Faith And Devotion". Ebenfalls als falsch erweist sich leider die Einschätzung, dass die Band damit ihr bisher bestes Album abgeliefert hat. Allerdings ist es absolut notwendig das Album mindestens mal angehört zu haben, bevor der geneigte Depeche Mode-Hörer in einen vorschnellen und zugegebenermaßen billigen "vor Wilders Ausstieg war alles besser"-Reflex verfällt.

Denn nicht jeder Titel auf dem Album ist so einfach nach der Depeche Mode-Mixtur - Daves tragender Gesang + halbakustische Gitarre und hohe Töne Martin Gores + Klavier von Andy Fletcher - arrangiert wie die Vorabsingle "Heaven". Denn zum Glück gibt es auch angenehm dunkle Synthie-Songs. Aber besonders belohnt werden leider nur die Käufer der Deluxe-Variante mit vier Bonustracks. Darunter "Long Time Lie" und "All That's Mine", die komplexer wirken als einige Songs des regulären Albums.

Bei dem viel beschriebenen Blues-Einfluss, der sich nicht zuletzt durch den Namen manifestieren soll ("Delta" als Hommage an die Südstaaten der USA, dem Mekka des Blues), handelt es sich jedoch bestenfalls um alten Wein in neuen Schläuchen, um einmal ähnlich wie Depeche Mode das Phrasenschwein zu bemühen. Blues- und Gospel-Einflüsse stehen diametral zum dunklen Synthie-Pop-Fundament der Band - und da Gegensätze sich bekanntlich anziehen, waren diese Einflüsse auch schon immer Teil des Depeche Mode-Erfolgskonzepts. Also kaum ein Grund, aus dem Häuschen zu sein.

Auch auf "Delta Machine" ist Dave Gahan wieder als Textlieferant in Erscheinung getreten. Während er sich mit drei Songs aus seiner Feder aber kaum nennenswert gegen den leicht patriarchischen aber auch viel genialeren Martin Gore durchsetzen konnte, muss jetzt mal für ihn eine Lanze gebrochen werden: Der Großteil der Stücke, die Martin Gore für "Delta Machine" beigetragen hat, sind im besten Fall Versatzstücke der früheren Depeche Mode-Glanzzeiten. Das meinen wohl viele der schreibenden Kollegen, wenn sie beispielsweise "Soft Touch/Raw Nerve" oder "My Little Universe" als "minimalistisch" bezeichnen. Gänzlich unbekannt ist der Sound aber auch für Depeche Mode-Fans nicht, erinnern wir uns nur mal an das nunmehr schon zwölf Jahre alte Album "Exciter". Als Gahan vor scheinbar musikalisch nicht existentem Hintergrund mit den Worten "no hidden catch, no strings attached" die freie Liebe ("Freelove") verkündete, hatte das aber noch mehr Bums, denn "Exciter" entstand in der Post-Wilder-Ära, in der Gahan noch wahrlich litt.

Andersherum hatte Gore immer nur ausgesuchte Hauptgesangsparts übernommen, obwohl seine sehnsüchtigen Hintergrund-Vocals nicht selten den nötigen Hymnencharakter beisteuerten. Auf "Delta Machine" singt Gore "Child Inside" und den Bonustrack "Always" und bleibt leider auch hier hinter seinen beeindruckendsten Leistungen zurück. Vor allem "Child Inside" kann nicht an "Home" vom Album "Ultra" oder an "Damaged People" von "Playing The Angel" anknüpfen.

Wenn man nun das neue, nicht wirklich geniale Album aber in seinem Verlauf anhört, wird es immerhin mit jedem Track besser. "Sooth My Soul" und "Goodbye" sind die absoluten Highlights der regulären Tracklist, zumindest für Liebhaber der typische Depeche Mode-Mixtur. "Soothe My Soul" schafft es als einziges Stück, den altbekannten Depeche Mode-Klatschreflex auszulösen, da die Band hier sich fast schüchtern entschieden hat, den klassischen Uptempo-Depeche Mode-Takt einzubauen. "Goodbye" ist jedoch der Höhepunkt, wenn auch nichts Neues. Hier überzeugt ein schmutziges, monotones Country-Riff - der "Personal Jesus" lässt grüßen. Und obwohl man Depeche Mode nur sehr ungern Selbstplagiat vorwerfen möchte, so kann man sich dem Eindruck nicht erwehren, dass man die Bezeugungen "now I'm pure, now I'm clean" und "goodbye pain" schon häufiger von Depeche Mode gehört hat.

Auch wenn der Hörer immer wieder den Eindruck bekommen sollte, dass sich Depeche Mode ihrer alten Dämonen nicht erwehren können, so ist ihr eigener Schatten immer noch ihr größtes Problem. Seien wir ehrlich: Nach über 30 Jahren und mehreren Nahtoderfahrungen haben auch Depeche Mode nichts mehr auszustehen. Es muss schwierig sein, unter diesen Bedingungen an die kollektive Hysterie der späten 80-iger und 90-iger anzuknüpfen, die einzig und allein auf die entwaffnende Lebensmüdigkeit dieses Quartetts baute. Damit erlaubt das durchschnittliche Depeche Mode-Album "Delta Machine" endlich eine lange gehegte Vermutung öffentlich zu proklamieren: Depeche Mode-Verehrer wie auch "normale" Fans wollen auf Konzerte zum Gefühl der "Devotional"-Tour (1993-1994) zurückversetzt werden - nicht mehr und nicht weniger. Deshalb bot es sich wohl auch an, Anton Corbijn, der schon damals die Bühnenshow visuell betreute, zur Artwork-Gestaltung von "Delta Machine" hinzuzuziehen. Deshalb scheinen Depeche Mode aber auch alle Jubeljahre ein neues Album zu veröffentlichen - als Ausrede dafür, die alten Hits in überfüllten Arenen noch einmal auspacken zu können. Ich höre "Delta Machine" wirklich gerne, bin aber bei der Recherche mit alten YouTube-Videos immerhin bis Jennifer Rush abgedriftet. Was mich in meinem Notenurteil "befriedigend" nur bestärkt.


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Artikel:
- Depeche Mode - Live in Leipzig
- Depeche Mode – Dysfunktionale Engel

Rezensionen:
- Exciter
- Remixes 81-04
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- Sounds Of The Universe
- Delta Machine
- The Best Of Depeche Mode Vol.1 (Deluxe Vinyl-Edition)

Kurzinfos: Dave Gahan

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