whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin zur Startseite whiskey-soda Musikmagazin zur Story Seite whiskey-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whiskey-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whiskey-soda Musikmagazin Community und Forum whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin einfach mal suchen whiskey-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Facebook   
 

      registrieren  

Et Liber Eris
Adimiron
Et Liber Eris
(Progressive Metal)

Blues From Hell
Stray Train
Blues From Hell
(Rock)

For The Demented
Annihilator
For The Demented
(Metal)

Grounded
Jessica Wolff
Grounded
(Rock)

Full House - The Very Best Of
Madness
Full House - The Very Best Of
(Ska)

American Fall
Anti-Flag
American Fall
(Punk)

Into The Sun
Sons Of Sounds
Into The Sun
(Metal)

Exile & Grace
King King
Exile & Grace
(Rock)

Nocturnals
Stillborn
Nocturnals
(Doommetal)

Master Of Puppets - Expanded 3-CD Edition
Metallica
Master Of Puppets - Expanded 3-CD Edition
(Thrashmetal)



Orphaned Land -  All Is One     Artist:  Orphaned Land
    Album:  All Is One
    Label:  Century Media
    Release:  21.06.2013
   Medium:  Album
    Genre:  Melodic/Progressive ausdrucken 
    Autor:  DanielF empfehlen/teilen 
 

Sie sind die unbestrittenen Könige des Oriental Metal - Orphaned Land aus Israel haben über 20 Jahre Bandgeschichte auf dem Buckel und gelten als Gründer des Subgenres. Sie sind nicht nur erfolgreich mit ihrem gelungenen, exotischen Mix aus Doom, Death und orientalischer Folklore, sondern sind auch eine Band, die etwas zu sagen hat. Wenn man aus einem Land kommt, in dem seit dessen Bestehen (in mancher Augen wegen seinem Bestehen) eine tiefer Riss durch die unterschiedlichen ethnischen Zugehörigkeiten geht, ist es nicht verwunderlich, wenn einen dies prägt. Das Coverartwork setzt neben dem Albumtitel selbst eine weitere, unmissverständliche Ansage der Band zu diesem Thema. Die drei Symbole der abrahamitischen Religionen, untrennbar verschlungen, so wie die gemeinsamen Wurzeln ihrer Kultur und Geschichte. Es betont die Gemeinsamkeiten statt der Unterschiede und der Gräben aus Hass und Rache und den Anspruch der Band, durch ihre Musik ihren Teil zu einem Friedensprozess in Israel beizutragen.

Bei allem Drama, den nicht nur sprichwörtlichem Blut & Tränen, das das Bandkonzept ausmacht, liegt für den westlichen Hörer der Reiz ihrer Musik nicht zuletzt auch im Geheimnisvollen, Exotischen, Fremden und Aufregenden der starken orientalischen Einflüsse. Der Sound ist im wörtlichsten Sinne episch, er erzählt Geschichten auf so authentische Art, wie es wohl nicht allzu vielen Künstlern gelingen dürfte. Die traditionellen Instrumente, die Unterschiede in Rhythmik und Tonarten, die Chöre und der typische Gitarrensound von Bandleader Yossi Sassi sind Zutaten des Erfolgsgeheimnis der Band. Nicht verwunderlich und dennoch ungewöhnlich, daß die Band sowohl in der arabischen als auch europäischen Rockmusik-Welt großen Erfolg hat. Dieser Verdienst brachte der Band sogar eine ernsthaft gemeinte Petition für den Friedensnobelpreis ein.

Mit orientalischen Saitenklängen und einem Chor beginnt das Album mit dem Titeltrack 'All Is One', die E-Gitarren lassen nicht lange auf sich warten. Sängerin Shlomit Levi wird auf diesem Album von der palästinensischen Eurovision-Teilnehmerin Mira Awad würdig vertreten und Sänger Kobi Fahri singt im Duett inbrünstig von seinem Traum, dass Menschen es lernen, einander nach ihrem Charakter und nicht ihrer Religion oder Herkunft zu beurteilen. Nach einem exzellenten Solo von Sassi ist erneut der beeindruckende, 25köpfige Chor zu hören, wie auch im nächsten Song 'The Simple Man', wo außerdem noch das achtköpfige Streicherensemble zu hören ist. Motiviert durch die doomigen Rhythm-Riffs beginnt man unfreiwillig-deppert im Takt der Musik mit dem Kopf zu wackeln. Beim traurigen 'Brother' bilden die Violinen den Auftakt zu einer Ballade die auf die Ursprünge des Konflikts anspielt, über Abrahams Söhne Isaak und Ismael, die als Urväter von Judentum und Islam gelten. Langsam gespielt, stehen hier die Gitarren und das Schlagzeug stark im Hintergrund. Eine Metapher auf den Wunsch nach Waffenstillstand und Frieden ist das tragische 'Let The Truce Be Known', in dem sich zwei Soldaten nachts heimlich zum musizieren treffen und die sich am nächsten Morgen wieder als Feinde gegenüber stehen.

Die Geschichten und die musikalisch vielseitige Mischung aus Metal und orientalischer Folklore setzt sich gelungen fort, mit etlichen Songs auch in hebräischer Sprache wie das Duett von Awad und Fahri bei 'Through Fire And Water' oder 'Shama'im', bei dem der Metal nur noch dezent durch Schlagzeug und eine leise Rhythmus-Gitarre vertreten ist. Ganz im Gegenteil zu 'Ya Benaye', wo die traditionellen Instrumente sich hinter starken Doom-Gitarren und Drums verstecken, ohne jedoch auf den Background-Chor zu verzichten. 'Our Own Messiah' stellt die Theodizee-Frage nach der Existenz Gottes auf dem Hintergrund des seit Jahrzehnten dauernden Nahostkonflikts. Der ausdrucksstarke Song ist sehr stimmungsvoll arrangiert, mit Sprechgesang, düster und basslastig und findet seine Antwort in der Einheit der Menschen und nicht in der Existenz Gottes. Der abschließende Siebenminüter 'Children' ist erneut eine träumerisch-kindliche Ballade in getragenem Tempo, dominiert von Streichern und Fahris Gesang und einem minutenlangen, einzigartigen Solo Sassis.

Orphaned Land waren schon immer episch bei Message und komplex bei der Musik. Mit 'All Is One' erreicht die Band spielend den eigenen Anspruch, ein eingängigeres Album zu produzieren und gleichzeitig ihrem progressiven Kern treu zu bleiben. Die Songs sind kürzer und strotzen vor grandiosen Hooklines, ohne daß das Album sich so anfühlt, sich kommerziell anbiedern zu wollen. Die Alleinstellungsmerkmale des israelischen Quintetts sind vielleicht hier deutlicher als je zuvor zu hören. Death-Growls bekommt man kaum noch zu hören, trotzdem erreichen Orphaned Land mit diesem Oriental-Melodic-Metal-Album ihren Zenit. Ein Meisterwerk und für mich eines der besten Alben des fast zur Hälfte vergangenen Jahres 2013. Unbestritten wird 'All Is One' in den Metal-Charts 2013 weit oben rangieren!


  WS-Bewertung: 1 User-Bewertung: 0 Deine Bewertung:
0 Kommentare vorhanden Anmelden und mitmachen!
 
Deine Kritik oder dein Kommentar zu
Orphaned Land - All Is One
Meinungsbox
Du bist eingelogged als Anonymous
hier deinen Eintrag abschicken


Kurzinfos: Orphaned Land

Interesse?



Homepage:
- Orphaned Land
- Orphaned Land - MySpace-Seite

Artikel:
- Orphaned Land - Metal für den Frieden

Rezensionen:
- Mabool
- The Never Ending Way Of ORwarriOR
- All Is One

Mediathek:
- Ocean Land


whiskey-soda RSS Feed

FACEBOOK

YOUTUBE

CD des Monats 11/17
Changes - Psychonautika

Changes - Psychonautika


alle Reviews hier



   
Seite/ Inhalt gefällt mir
whiskey-soda als Bookmark bei: Mr. Wong whiskey-soda als Bookmark bei: Webnews whiskey-soda als Bookmark bei: Facebook whiskey-soda als Bookmark bei: Icio whiskey-soda als Bookmark bei: Linkarena whiskey-soda als Bookmark bei: Favoriten whiskey-soda als Bookmark bei: BoniTrust whiskey-soda als Bookmark bei: Favit whiskey-soda als Bookmark bei: Linksilo whiskey-soda als Bookmark bei: Readster whiskey-soda als Bookmark bei: Folkd whiskey-soda als Bookmark bei: Yigg whiskey-soda als Bookmark bei: Digg whiskey-soda als Bookmark bei: Del.icio.us whiskey-soda als Bookmark bei: Reddit whiskey-soda als Bookmark bei: StumbleUpon whiskey-soda als Bookmark bei: Blinklist whiskey-soda als Bookmark bei: Technorati whiskey-soda als Bookmark bei: Newsvine Information

Home | News | Stories | Reviews | Live | Forum | Community | Impressum | B2B | Newsarchiv | Storyarchiv | Reviewarchiv | 1995-2016 © whiskey-soda.de