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Korn -  The Paradigm Shift     Artist:  Korn
    Album:  The Paradigm Shift
    Label:  Universal / Capitol
    Release:  04.10.2013
   Medium:  Album
    Genre:  New Metal ausdrucken 
    Autor:  DanielF empfehlen/teilen 
 

Versöhnung. Rückkehr. Paradigmenwechsel. Die Schlagwörter, die bei Albumtitel, Texten und der Band-Dokumentation 'Reconciliation' auf der Special-Edition fallen, sprechen Bände. Nach Drogenexzessen, Sucht, Depression und nicht zuletzt dem Waschen schmutziger Wäsche nach Welchs Ausstieg 2005 haben die Männer, die in dieser Konstellation das letzte Mal vor zehn Jahren ein Album aufgenommen haben ihre Dämonen bekämpft und scheinbar grösstenteils in die Flucht geschlagen. Man könnte auch sagen, dass die jungen Rockstars erwachsen geworden sind. Alles steht unter neuen Vorzeichen beim elften Studioalbum in der Besetzung Davis, Shaffer, Welch, Arvizu und Luzier. 'Paradigm Shift'. Immerhin vier der fünf Gründungsmitglieder sind wieder an Bord bei Korn im zwanzigsten Jahr ihrer Bandgeschichte. Fieldy und Munky danken in den Credits zuerst Gott, Heads grösster Dank geht an Jesus Christus. Alles Gänseblümchen bei einer der größten Drogenvernichtungsmaschinen der 90er, die nicht zuletzt für ihre morbiden Texte bekannt war?

Die Musik, die da auf dem Album zu finden ist, repräsentiert Korn an einem Scheideweg. Die Texte handeln immer noch von den Härten und den Fehlschlägen, die das Leben mit sich bringen kann. Von Leid, Schmerzen und Scham in zwischenmenschlichen Beziehungen. Die Texte sind nach wie vor stark von Jonathan Davis geprägt, der immer noch am meisten mit den dunklen Schatten seiner Vergangenheit ringt. Nichtsdestotrotz: Das neue Album klingt modern und frisch, zugleich orientiert es sich (zumindest an der Oberfläche) wieder mehr am "klassischen Korn-Sound". Es ist sehr melodiös, an manchen Stellen wie 'Never, Never' fast poppig unter den verzerrten Gitarrenriffs. Die Elektrosounds sind vor allem auf Wunsch von Davis nicht gänzlich verschwunden, jedoch deutlich reduziert, vor allem im Vergleich zu den beiden Vorgängeralben. Das Verhältnis coole Metal Riffs zu Electro-Spielereien wurde zwischen Munky, Head und Davis in langen Streitgesprächen ausgehandelt.

Gleichzeitig bringt Davis beim Gesang eine grosse, echte Leidenschaft ein, eine Klarheit, die er lange nicht hatte. Seine Stimme ist vielschichtig und dabei nicht vom Rausch oder der Depression bestimmt, bei 'Love & Meth' singt er gar Vibrato. Obwohl sie nicht gerade neutral sind - Davis Bandkollegen sind einhellig der Meinung, er sänge so gut wie nie zuvor. Heads Gitarren sind druckvoll wieder da und haben den grössten Anteil daran, dass das neue Album reinknallt, so wie das Eröffnungsriff des Albums bei 'Prey For Me'. Korns Sound war auch immer stark vond er Wechselwirkung der beiden Gitarren von Munky und Head geprägt, und die gibt es nun beide wieder. 'Love & Meth' ist nicht nur wie 'What We Do' ein gutes Beispiel für wunderbar ohrwurmige Metal-Melodien, sondern wohl auch eine augenzwinkernde Anspielung auf Welchs Zweitband "Love And Death". Mit der hatte Welche Anfang des Jahres ein wunderbar zeitgemäßes New-Metal-Album herausgebracht. 'Spike In My Veins' steht für die Elektro-Anteile, mit den verzerrten Gitarrenriffs geht das beim Refrain fast in Richtung Industrial, aber im Kern ist der Song eine Korn-Ballade. 'Punishment Time', 'Lullaby For A Sadist' und 'Victimized' bieten für jeden Korn-Fan massig 'Kenn-Ich-Doch'-Momente - objektiv sind es gute Korn-Songs, ohne dass sich etwas so richtig im Ohr festsetzt. 'It's All Wrong' schliesst das Album ab, in der Special Edition sind zusätzlich noch die beiden Bonus-Tracks 'Wish I Wasn't Born Today' und 'Tell Me What You Want' enthalten. Sie passen gut zum Flow des restlichen Albums und sind wie viele Korn-Songs ein bisschen düster.

Wenn man Erbsen zählt, hat das Album ein kleines Problem. Die Alben, die Korn zu berühmten Rockstars machten, waren jugendlich. Sie waren unverbraucht, rauh und nicht selten depressiv. Und trafen damit offensichtlich einen Nerv der Zeit wie es einige wenige Jahre zuvor Nirvana-Frontmann Kurt Cobain mit den ersten Alben der Grunger aus Seattle getan hatte. Klänge ein Nirvana-Album 2013 nach Nirvana 1992? Natürlich nicht, und das muss es ja auch gar nicht. Trotzdem fehlt damit ein autenthischer Teil der früheren Alben, der sich nicht auf musikalische Aspekte zurückführen lässt. Genauso ist es beim neuen Korn-Album. Es sind keine Gänseblümchen im strahlenden Sonnenaufgang, eher so was wie die klare Ruhe nach einem Gewitter. Die Luft ist rein, man kann in alle Richtungen sehen - aber die Spannung, die vor dem Gewitter in der Luft lag, ist verschwunden. Beides hat seine Reize - und auch seine Berechtigung: Die Spannung und auch der Frieden und die Ruhe nach einem Gewitter. Die der Special Edition beiliegende, einstündige Dokumentation zeigt, dass die atmosphärischen Störungen samt und sonders hinfortgeblasen sind. Alle Mitglieder der Band wirken absolut zufrieden am Ende der Doku, die Elemente eines "Making Of" des Albums mit Interviews mit allen fünf Bandmitgliedern über die Annäherung und die Auswirkungen auf die Produktion von "Paradigm Shift" verbindet. Die Aussöhnung ist echt und nicht nur ein Marketing-Kniff. Und das macht das Album dann doch wieder zu etwas Besonderem. Eines der besten Korn Alben seit Langem ist es sowieso.


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