whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whisky-soda Musikmagazin
whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin
whisky-soda Musikmagazin zur Startseite whisky-soda Musikmagazin zur Story Seite whisky-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whisky-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whisky-soda Musikmagazin Community und Forum whisky-soda Musikmagazin whisky-soda Musikmagazin einfach mal suchen whisky-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Facebook   
 

      registrieren  

Venereal Dawn
Dark Fortress
Venereal Dawn
(Blackmetal)

Sophomore
John Allen
Sophomore
(Alternative Country)

Metaphysical
Creation's End
Metaphysical
(Melodic/Progressive)

Pale Communion
Opeth
Pale Communion
(Progressive Rock)

Glory. Glory. Hallelujah
Jupiter Jones
Glory. Glory. Hallelujah
(Rock)

Auf Alles Was Bleibt
Taama
Auf Alles Was Bleibt
(Pop)

Street Lights Fail
Nucleus Torn
Street Lights Fail
(Artrock)

Foundations Of Burden
Pallbearer
Foundations Of Burden
(Doommetal)

Blonde
Ghost Beach
Blonde
(Synthie-Pop)

Alarms In The Heart
Dry The River
Alarms In The Heart
(Folkrock)



Ayreon -  The Theory Of Everything     Artist:  Ayreon
    Album:  The Theory Of Everything
    Label:  InsideOut Music
    Release:  25.10.2013
   Medium:  Album
    Genre:  Progressive Rock Diesen Artikel ausdrucken 
    Autor:  DanielF Artikel per Mail versenden 
 

Er hat es wieder getan, obwohl man das nach seinen eigenen Aussagen noch vor ein paar Jahren nicht unbedingt erwarten durfte. Doch es gibt eine neue Prog-Rock-Oper von Ayreon aka Arjen Lucassen. Eine andere Aussage ist allerdings voll zugetroffen: Lucassen hatte in einem Interview bekannt gegeben, dass ihm das Science-Fiction-Ayreon-Universum mit Zeitreisen und Aliens selbst zu komplex geworden war. Nur wenn er den Kosmos um den namensgebenden Minnesänger Ayreon nochmals völlig neu gestalten würde, könne er sich ein weiteres Album vorstellen. Nun, eine Umgestaltung gab es in dieser Hinsicht. Zeitsprünge und Dimensionswechsel sind Geschichte. Statt Science-Fiction ist "The Theory Of Everything" ein Familien-Drama mit einer für Lucassens Verhältnisse "einfachen" Geschichte. Das Bestreben der Protagonisten allerdings, die Weltformel zu finden, verleiht der Geschichte dann doch die für Lucassen typische metaphysische Komponente und ist daher alles andere als banal.

Auf zwei Alben mit je 2 Songs bzw. Akten à rund 20 Minuten (Gesamtspieldauer fast 90 Minuten) rollt Lucassen nicht-chronologisch die Geschichte eines Wunderkindes aus, der den Lebenstraum seines Vaters, eines brillanten Wissenschaftlers lösen möchte, um sich dessen Anerkennung zu verdienen: Die Formel zu finden, mit der allen physikalischen Phänomene in einer grossen Verknüpfung erklärbar werden sollen. Das Wunderkind (The Prodigy) hat allerdings mehrere Probleme: Er ist ein Autist, der kaum in der Lage ist, mit seiner Umwelt zu kommunizieren, hat aber eine geniale Gabe für Mathematik. Der Vater versucht ihn für seine Zwecke mithilfe eines Psychiaters zu instrumentalisieren, die Mutter möchte genau das verhindern. Dann ist da noch ein lästiger Rivale, der ihn andauernd ärgert, der Lehrer, der ihn zu fördern versucht und ein Mädchen, die in der zwischenmenschlich komplexen Geschichte ebenfalls ihre Rollen inne haben.

Eines von Lucassens Markenzeichen bei Ayreon ist die Arbeit mit zahlreichen Gastmusikern. Obwohl immer noch eine beeindruckende Liste, hat der Niederländer vor allem die Zahl der Sänger deutlich reduziert. Mit Vertretern aus dem Symphonic Metal (Marko Hietala von Nightwish als "The Rival" und Tommy Karevik von Kamelot als "The Prodigy") und Christina Scabbia von Lacuna Coil ("The Mother") und JB von Grand Magus ("The Teacher") aus dem klassischen Heavy Metal sind einmal mehr einige sehr potente Sänger am Start. Neben zwei Nachwuchs-Sängern hat ausserdem John Wetton (King Crimson, Asia, Uriah Heep) etliche imposante Passagen als "The Psychiatrist" beizusteuern. Bei den Instrumentalisten ist die Liste noch einiges Prog-lastiger und fast noch beeindruckender: Steve Hackett spielt Gitarrensolos, bei den Keyboards sind neben Lucassen selbst Rick Wakeman (Yes), Jordan Rudess (Dream Theater) und Keith Emerson (Emerson, Lake and Palmer) mit Soli von der Partie. Studiomusiker aus Lucassens Heimat an Cello, Violine und Flöten sowie Troy Donockley (Nightwish) am irischen Dudelsack runden das satte Gastmusiker-Ensemble ab. Lucassen selbst spielt die meisten Gitarren sowie Mandoline und Keyboard und zeigt sich natürlich für die Komposition und Arrangements verantwortlich.

Musikalisch kombiniert Lucassen auf seine ihm eigene, unnachahmliche Weise Elemente aus Klassik, Folklore, mal bombastischen, mal geradlinigen(Prog)Rock, Metal und (symphonischer) Oper. Als Rock-Opera steht der Gesang natürlich naturgemäß im Vordergrund - die Instrumente dienen der emotionalen Untermalung. Ein "nur" würde hier allerdings wie ein Frevel anmutet. Wie auch immer: Es sind wirklich viele, viele großartige Momente der Sänger auf dem Album zu finden, so daß es schwer fällt, Einzelleistungen herauszustellen. Wunderbar sind die Duette von Scabbia und Squadrani bei 'Mirror Of Souls' oder von Karevik und Hietala bei 'Collision', um nur zwei herauszustellen. Eigentlich ist das nicht legitim, genausowenig wie das Album als Hintergrundmusik laufen zu lassen. Diese sehr menschliche Geschichte genießt man am besten mit Kopfhörer und den Texten ausstaffiert in einem gemütlichen Ledersessel und an einem Stück. Es ist tatsächlich ein bißchen wie in die Oper zu gehen, nur daß die Bilder beim Hören und Mitlesen im eigenen Kopf entstehen. Der Wiedererkennungswert ist hoch, weil Lucassen sehr geschickt immer wieder das gleiche melodische Thema variiert und viel schneller als man sich versieht erwischt man sich beim Mitsummen.

Lucassen hat es geschafft, die Essenz seines eigenen Stils zu schaffen. Geradlinig bei der Geschichte, verspielt bei der Musik. Keine im wahrsten Sinne des Wortes "abgehobenen" Geschichten mehr. Diese Story spricht jeden an, weil sie zutiefst menschliche Themen behandelt. Sicher - wer Prog zu anstrengend und Oper zu pathetisch findet, wird diesem Kunstwerk wohl wenig abgewinnen können. Derjenige soll eben ins Kino gehen und sich Metallica "Through The Never" ansehen. Wer aber gerne tief eintaucht, wird hier absolut auf seine Kosten kommen. "The Theory Of Everything" ist in jeder Hinsicht ein echtes Schwergewicht.


  WS-Bewertung: 1- User-Bewertung: 1 Deine Bewertung:
0 Kommentare vorhanden Anmelden und mitmachen!
 
Deine Kritik oder dein Kommentar zu
Ayreon - The Theory Of Everything
Meinungsbox
Du bist eingelogged als Anonymous
hier deinen Eintrag abschicken


Kurzinfos: Ayreon

Interesse?



Homepage:
- offizielle Website

Artikel:
- Ayreon - 'Ich bin gerne ein Nerd!'

Rezensionen:
- 01011001
- Timeline
- The Theory Of Everything

Kurzinfos: Yes

Homepage:
- offizielle Website

Artikel:
- YES - Auch 2014 auf dem Olymp des Progressive Rock

Kurzinfos: Uriah Heep

Homepage:
- Offizielle Website

Rezensionen:
- Wake The Sleeper
- Live in Armenia

Kurzinfos: Steve Hackett

Artikel:
- Steve Hackett - Genesis Revisited in Zürich
- Steve Hackett - ''Natürlich will ich die Genesis-Reunion!''

Rezensionen:
- Wild Orchids
- Genesis Revisited II
- Genesis Revisited: Live At The Royal Albert Hall

Kurzinfos: Nightwish

Homepage:
- Nightwish

Artikel:
- Nightwish – Headbangen im Fieberwahn
- Nightwish - Teurer Bombast für die Ewigkeit
- Nightwish – Opulenz für das Volk
- Nightwish – Quo vadis, Tuomas?
- Nightwish - Nach dem Rauswurf: Rechtfertigungen von Tarja Turunen
- Nightwish - Der Beginn einer neuen Ära
- Nightwish - Die Reifeprüfung

Rezensionen:
- Wishmaster
- Over The Hills And Far Away
- Century Child
- End Of Innocence
- Once
- Dark Passion Play
- Made in Hong Kong (and in Various Other Places)
- Imaginaerum

Mediathek:
- Dark Chest Of Wonders


whiskey-soda RSS Feed

FACEBOOK

whiskey-soda auf twitter

CD des Monats 08/14
Deine Lakaien - Crystal Palace
Deine Lakaien - Crystal Palace


alle Reviews hier



   
Seite/ Inhalt gefällt mir
whiskey-soda als Bookmark bei: Mr. Wong whiskey-soda als Bookmark bei: Webnews whiskey-soda als Bookmark bei: Facebook whiskey-soda als Bookmark bei: Icio whiskey-soda als Bookmark bei: Linkarena whiskey-soda als Bookmark bei: Favoriten whiskey-soda als Bookmark bei: BoniTrust whiskey-soda als Bookmark bei: Favit whiskey-soda als Bookmark bei: Linksilo whiskey-soda als Bookmark bei: Readster whiskey-soda als Bookmark bei: Folkd whiskey-soda als Bookmark bei: Yigg whiskey-soda als Bookmark bei: Digg whiskey-soda als Bookmark bei: Del.icio.us whiskey-soda als Bookmark bei: Reddit whiskey-soda als Bookmark bei: StumbleUpon whiskey-soda als Bookmark bei: Blinklist whiskey-soda als Bookmark bei: Technorati whiskey-soda als Bookmark bei: Newsvine Information


Home | News | Stories | Reviews | Live | Forum | Community | Impressum | B2B

Newsarchiv | Storyarchiv | Reviewarchiv

1995-2014 © whiskey-soda.de