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Alcest -  Shelter     Artist:  Alcest
    Album:  Shelter
    Label:  Prophecy Productions
    Release:  17.01.2014
   Medium:  Album
    Genre:  Blackmetal ausdrucken 
    Autor:  Valentin empfehlen/teilen 
 

Du freier Mensch, du liebst das Meer voll Kraft / Dein Spiegel ist's. In seiner Wellen Mauer, / Die hoch sich türmt, wogt deiner Seele Schauer, / In dir und ihm der gleiche Abgrund klafft. So schreibt Baudelaire in seinem Gedicht 'Der Mensch und das Meer'. Schon früh wusste der Poet um die besondere Beziehung, die den Erdenbewohner und die See miteinander verband, doch war er sicherlich nicht der Erste, dem sich diese Erkenntnis auftat.

Stéphane Paut, besser bekannt als Neige, sprechen die Verse seines Landsmannes aus der Seele. Nahe dem Meer schöpfte der Kopf von Alcest so nachhaltig Inspiration, dass er ihm nun ein ganzes Album, genannt 'Shelter', widmet. In dessen namensgebendem Stück offenbart Neige den Wunsch, heimzukehren zu Gischt und Wellen - und die Bereitschaft, dafür alles und jeden hinter sich zu lassen: 'Mon cœur appartient à la mer / je voudrais parfois que l'on m'oublie / pour rejoindre les eaux calmes / retourner d'où je viens'.

Um der Thematik gerecht zu werden, verabschiedeten sich die lange im dünnen Post-Black Metal-Ordner abgehefteten Alcest recht weitgehend von dem, was sie trotz unverkennbarer Eleganz lange ausgemacht hatte: Tempo, Härte, Gutturalgesang. Mit der Konsultation von Sigur Rós' Hausproduzent Birgir Jón Birgisson und dem Rückzug ins Studio Sundlaugin in dessen isländischer Heimat schufen die Franzosen beste Voraussetzungen für ein Album aus Wasser, Wünschen, Wind und Wolken - und schütteln sich nicht zuletzt auch lästige Kategorisierungs-Kletten aus dem Fell.

Alcest bestechen auf 'Shelter' mit einem gegenüber den Vorgänger-Alben schlankeren Sound und kommen selbst während der intensiveren Passagen nicht vom Leichtbauweise-Prinzip ab. Der samtweiche, hohe und oft lautmalerische Gesang Pauts schmiegt sich in ein nunmehr lockerer und dünner gesponnenes Bett aus Gitarren, womit die Melodieführung häufig allein einer schluchzenden Leadgitarre obliegt. Wenn dann Stücke wie 'Voix Sereines' oder 'La Nuit Marche Avec Moi' entfesselt in weiträumige, ätherische Soundscapes aufbranden, ist es, als schnitten Sonnenstrahlen durch eine Wolkendecke und brächen einem neuen Tag Bahn. Diese Bilder muss man nicht erst von den Hochglanz-Fotografien im hübsch aufgemachten Digipak nahe gelegt bekommen, nein, sie eröffnen sich ohne Weiteres durch den rein akustischen Stimulus eines jeden 'Shelter'-Songs. Zumindest, wenn man sich nicht von dem musikalisch überraschend schwachen 'Opale' hat ins Bockshorn jagen lassen. Dieses schlechterdings flügellahme Stück hat so wenig Eigendynamik zu bieten, dass es mehr wie eine aufgepolsterte Verlängerung des Album-Intros wirkt denn wie eine vollwertige Komposition. Glücklicherweise aber erweist sich die Vorab-Single hier nicht als repräsentativ für das Album, das sie einläuten möchte.

Bei näherer Betrachtung von Arrangement und nicht zuletzt auch kleinen Effekt-Details - wie zum Beispiel dem organisch pluckernden Leerlauf der Gitarrenspur im epischen zehnminütigen Abschluss-Track 'Délivrance' - offenbart sich hier und da die Handschrift Birgissons. 'Away' schließlich ist das Stück, das mit dem gesetztem Gesang von Gastvokalist Neil Halstead (Slowdive) und gezupfter A-Gitarre eine völlig fremde Handschrift zu tragen scheint, wenngleich man hier Gewohntes in Szene setzt: ein Meer, ein Blick in die Wolken - und der Wunsch nach Freiheit. Ausnahmsweise vollständig auf Englisch, zwar weniger schillernd arrangiert als bei Alcest üblich, darum aber nicht minder ausdrucksstark.

'Shelter' ist das vierte Album von Alcest, und doch irgendwie ein Erstling. Wie Federn in der Thermik schrauben sich seine reinen Klänge gen Himmel, Richtung Sonne, geläutert und erhebend. Alcest führen ihrem Hörer nach allen Regeln der Kunst vor Augen, dass echte Geborgenheit jenseits von Türen, Wänden und Dächern zu suchen ist.


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Wie ein Tag am Strand eines Atolls in der Südsee. UNERTRÄGLICH LANGWEILIG!

von The Wendigo (14.01 | 16:45)

also ick hätt jetzt bock auf südsee ^^

von Ieku (14.01 | 21:35)
 
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