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In Vain -  Ænigma     Artist:  In Vain
    Album:  Ænigma
    Label:  Indie recordings
    Release:  15.03.2013
   Medium:  Album
    Genre:  Progressive Metal ausdrucken 
    Autor:  DanielF empfehlen/teilen 
 

Die bisher eher Insidern der norwegischen Metalszene bekannten IN VAIN waren mir bereits ein Begriff. Vor ungefähr zwei Jahren wurde ich auf das zweite Album "Mantra" aufmerksam. Der Sound hatte mich damals schon fasziniert, aber letztlich hatten mich die (rückblickend interessanten) dissonanten Elemente mit Takt- und Rhythmuswechseln sowie vor allem der überwiegende kreischende Black-Metal-Gesang abgehalten, der in mancherlei Hinsicht experimentellen Disc mehr Zeit in meinem CD-Player zu vergönnen. 2013 stehen die Vorzeichen wesentlich besser: Ein besserer Zugang zu progressiver Musik meinerseits, auch in den extremen Spielarten. Parallel haben sich IN VAIN weiterentwickelt und der Black-Metal-Einschlag beim Gesang ist nur einer von verschiedenen Einflüssen. Lasst es mich vorwegnehmen, ich halt's nicht mehr aus: Dieses Album hat mich absolut weggeblasen! Mit Bestimmtheit das beste Album, das ich seit langem gehört habe - das letzte Mal habe ich bei Opeth's "Wathershed" solche wohligen Schauer erlebt.

Fangen wir mit dem Gesang an: Alleine schon hier spürt man die Variablität und Professionalität des Progressive-Extreme-Sextetts aus dem südnorwegischen Kristiansand bei jedem Ton. Hauptsongwriter Johnar, ein perfektionistisches Arbeitstier wenn es um die Kompositionen und die Arbeit im Studio geht, betonte in einem kürzlich erschienenen Interview, jedem Bandmitglied bzw. Gastmusiker nur den Part zuzuweisen, den dieser auch perfekt ausfüllen kann. So gibt es unter anderem auch zwei (Haupt)Sänger: Andreas ist für die markerschütternden BM-Screams zuständig, Sindre singt clean und growlt. Das Ergebnis sind häufig richtiggehende "Gesangsduelle", die dem Album gemeinsam mit mehrstimmigen, chor-artigen Backgroundvocals einen absolut eigenständigen Stil aufprägen. Der Gesang alleine ist episch!

Aber natürlich macht selbst fantastischer Gesang alleine kein hervorragendes Album. Nächstes Stichwort: Abwechslungsreichtum und Konstraste. Mastermind Johnar: "Kontraste machen mich unbehaglich. Variationen sind da der Schlüssel. Wenn man die gleichen Tricks oder Riffs zu oft wiederholt, merken das die Leute und langweilen sich. Zudem bin ich überzeugt davon, daß die Arrangements viel wichtiger sind als zum Beispiel ein einzelnes Riff. Gute Riffs können zu einem schlechten Song führen, wenn man die Sache falsch arrangiert." Daß in die Arrangements und das Mixing durch den bekannten Jens Bogren (u.a. Soilwork, Opeth, Katatonia, Pain of Salvation) ebenfalls eine Menge Herzblut geflossen ist, spürt man von der ersten der rund 57 Minuten am kristallklaren und frischen Sound.

Ein Beispiel für den Variationsreichtum ist 'Southern Shores', eine zweiminütige, träumerische Gitarrenballade, die sich wie selbstverstädlich zwischen die zwei Hämmer 'Image Of Time' und 'Hymne Til Havet' (norwegisch: "Hymne ans Meer") einfügt. Der Moment, in dem die letzten, leisen Klänge von "Southern Shore" mit einem Drumbeat in den Hochgesang aufs nordische Meer übergeht, gefolgt von Black-Metal-Screams hinterlegt von den Backing Vocals der restlichen Band: Es ist ein einziger kleiner dieser vielen ganz großen Momente auf diesem Album. 'Times Of Yore' ist einer der schnelleren Songs, ein faszinierend-stimmiges Konglomerat aus Thrash-, Death- und Blackmetal.

Natürlich lassen die sechs Herren sich nicht zu einem "einfachen" Songaufbau herab. Der gesellschaftskritische Blick zurück aus einer materialistischen Gegenwart auf "die Tage von einst" gefällt einmal mehr mit einem Gegensatz: Nach dem schnellen, harten, thrashigen Hauptteil des Songs folgt ein verträumtes, doomiges, drei Minuten dauerndes Outro. "Ænigma" schließt mit 'Floating On The Murmuring Tide", dem längsten Song des Albums mit über 9 Minuten. Da umsäuseln zu knalligen Shouts und Growls Streicher die Gehörgänge. Da gesellt sich zu doomigen Gitarren und den Streichern ein Saxophon! Da setzen erneut akustische Gitarren zu einem schaurig-schönen Zwischenspiel ein.

Da will man, muß man die Augen schließen und sich von den Wellen dieses Klangwerks an die Strände von Norwegen schwemmen lassen und träumen, träumen, davontreiben in die Gezeiten der Nordsee. Wunderschön. Zauberhaft. Spektakulär.
Ich weiß, es ist heikel, sich so früh festzulegen, das Jahr ist noch jung. Ich will es so sagen: Die Band, die IN VAIN's atemberaubendem "Ænigma" den ersten Platz auf meiner persönlichen "Album des Jahres" - Liste abjagen will, wird sich dabei sehr, sehr schwer tun.


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