whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin zur Startseite whiskey-soda Musikmagazin zur Story Seite whiskey-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whiskey-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whiskey-soda Musikmagazin Community und Forum whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin einfach mal suchen whiskey-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Facebook   
 

      registrieren  

The Unfollowing
The Prosecution
The Unfollowing
(Ska-Punk)

Live For The Moment
The Sherlocks
Live For The Moment
(Britrock)

Cost Of Living
Downtown Boys
Cost Of Living
(Punk)

Mental Jewelry
Live
Mental Jewelry
(Alternative)

Plagues Upon Arda
Khazaddum
Plagues Upon Arda
(Deathmetal)

Seeing Stars
Toploader
Seeing Stars
(Pop)

To The Bone
Steven Wilson
To The Bone
(Progressive Rock)

Brutalism
Idles
Brutalism
(Punk)

Give Us Extinction
All Out War
Give Us Extinction
(Metalcore)

Berdreyminn
Solstafir
Berdreyminn
(Post-Rock)



Die Apokalyptischen Reiter -  Tief.Tiefer     Artist:  Die Apokalyptischen Reiter
    Album:  Tief.Tiefer
    Label:  Nuclear Blast
    Release:  30.05.2014
   Medium:  Album
    Genre:  Metal ausdrucken 
    Autor:  Ingo empfehlen/teilen 
 

Spätenstens seit "Have A nice Trip" kann man sich bei jedem Album der Weimarer Band auf Überraschungen gefasst machen und einstellen. Erwarte das Unerwartete. Mehr als 1000 Tage ließen sich Die Apokalyptischen Reiter Zeit, um den Nachfolger von "Moral & Wahnsinn" (2011) einzuspielen. Und das Credo der Weiterentwicklung und kreativen Freiheit gilt bei "Tief" und "Tiefer" umso mehr.

Idealerweise schaffen es die Thüringer dabei stets, nach sich selbst zu klingen, auch wenn der musikalische Rahmen immer weiter gesteckt wird. Sei es der Gesang von Fuchs, die typischen Reiter-Riffs oder die Keyboard-Arbeit von Dr. Pest, egal in welchem Genre man sich bewegt, das Ergebnis ist eindeutig Reiterhaft. Selbst wenn auf "Tiefer" die Funktionalität alter Klassiker in anderen Stilistiken ausgelotet wird, Stimmung und Aussage sind eindeutig zu erkennen.

Songs wie "Die Zeit", "Der Weg", "Friede Sei Mit Dir" oder "Terra Nola" werden in Akustikversionen dargeboten, die schlichtweg stimmungsvolle Neuinterpretationen von Bandklassikern sind, die mehr darstellen als nur eine Bonus-CD, sondern tatsächlich als vollwertiges Album daherkommen. Hier kommt keine Schunkel-Lagerfeuerromantik auf, die Atmosphären reichen von melancholisch, beklemmend, bedrohlich bis zu den dunklen Facetten des Lebens.

Komplett neuen Stoff gibt es auf "Tief", ein passender Titel, gräbt sich doch die Band noch weiter in ihr eigenes Universum ein. Das Ergebnis ist dabei ein moderner, experimenteller, effektgeladener Hitmix, der sich anspruchsvoll, eingängig, vielschichtig und mit tiefsinniger Lyrik gibt.

Interessanterweise klingen die Gitarren dabei etwas härter als in jüngerer Vergangenheit, obwohl sie deutlich weniger verzerrt sind. Dazu kommen heftige Synthesizer-Effekte, die eine kalte, bedrohliche Wand erschaffen, aber nicht im Vordergrund wahrgenommen werden. "Freiheit Gleichkeit Brüderlichkeit" ist eine typische DAR-Hymne mit pathetischem Refrain im Widerspruch zum textlichen Inhalt, zudem growlt Fuchs herrlich derbe fast schon wie zu Anfangszeiten der Band.

"Wir" stürmt nach vorn, begleitet von zahlreichen elektronischen Melodie-Läufen, mit Growl-Refrain und 70's-Synthie-Wand. Ungewöhnlich, aber doch typisch Reiter. "Wo es Dich gibt" ist eine ergreifende, ruhigere Nummer mit wunderschöner Eröffnungsmelodie, die sich im Power-balladesken Refrain wiederholt. "Was bleibt bin ich" zeigt ein ungewöhnliches Riffing, weswegen der gesamte Song etwas schräg und funkig wirkt, aber trotzdem hängen bleibt. Sphärisch wird es bei "Ein leichtes Mädchen", hochmelodisch und verträumt sinniert hier Fuchs über das Glück. "Ein Vöglein" könnte von der Pianoarbeit auch von ganz frühen Reiter-Alben stammen, sehr ruhig und stimmig. "Es wird Nacht" ist ähnlich wie "Ein leichtes Mädchen" sehr auf bettende Atmosphäre bedacht, besitzt aber durch einen heavy Chorus mehr Druck, Wucht und Intensität. Die ruhigen Strophen setzen dabei einen effektvollen Kontrast. "Die Wahrheit" zieht das Tempo wieder deutlich an, bewegt sich aber durch abgehackte Rhythmik weiter weg vom klassischen Powerchord-Riffing.

"2 Teufel" lässt durch die entzerrten Gitarren und spannendes Hauptriff genau hinhorchen, interessant wäre hier, wie der Song bzw. das klassische Reiter-Riff mit der Einstellung "Gain auf 10" klingen würde. Orientalisch bzw. teilweise auch slawisch geht es bei "Die Welt ist tief" zu, flirrende ferneuropäische Melodien jagen Fuchs in einen epischen Chorus, der mit viel Elektronik und Gitarrenkraft Mauern einreißt. Mit "So fern" gibt es zum Abschluss einen kraftvoll-verträumten Höhepunkt, der erneut mit wundervoll schwebenden Melodien und Stimmungen aufwartet.

Die Thüringer liefern mit "Tief" und "Tiefer" ein überraschendes, modernes Metal-Album ab, dass durch entzerrte Gitarren, zahlreiche Elektronik-Elemente und viele losgelöste Momente überrascht. Da Reiter-Fans ja aber von Natur aus ein sehr offenes Volk ist, dürften die neuen Songs mehr als offene Türen einrennen. Oder besser gesagt: hinweg reißen!


  WS-Bewertung: 2+ User-Bewertung: 0 Deine Bewertung:
0 Kommentare vorhanden Anmelden und mitmachen!
 
Deine Kritik oder dein Kommentar zu
Die Apokalyptischen Reiter - Tief.Tiefer
Meinungsbox
Du bist eingelogged als Anonymous
hier deinen Eintrag abschicken


Kurzinfos: Die Apokalyptischen Reiter

Interesse?



Homepage:
- Die Apokalyptischen Reiter

Artikel:
- Die Apokalyptischen Reiter - Ein Sturm geht übers Land
- Die Apokalyptischen Reiter - Wer Wind sät, wird Sturm ernten
- Die Apokalyptischen Reiter – Wir sind kein Nostalgie-Act
- Die Apokalyptischen Reiter - ...bringen Licht ins Dunkle!
- Die Apokalyptischen Reiter - Haken schlagende Hasen

Rezensionen:
- Have A Nice Trip
- Riders on the Storm
- Tobsucht
- Licht
- Moral & Wahnsinn
- The Greatest Of The Best
- Tief.Tiefer


whiskey-soda RSS Feed

FACEBOOK

YOUTUBE

CD des Monats 08/17
Steven Wilson - To The Bone

Steven Wilson - To The Bone


alle Reviews hier



   
Seite/ Inhalt gefällt mir
whiskey-soda als Bookmark bei: Mr. Wong whiskey-soda als Bookmark bei: Webnews whiskey-soda als Bookmark bei: Facebook whiskey-soda als Bookmark bei: Icio whiskey-soda als Bookmark bei: Linkarena whiskey-soda als Bookmark bei: Favoriten whiskey-soda als Bookmark bei: BoniTrust whiskey-soda als Bookmark bei: Favit whiskey-soda als Bookmark bei: Linksilo whiskey-soda als Bookmark bei: Readster whiskey-soda als Bookmark bei: Folkd whiskey-soda als Bookmark bei: Yigg whiskey-soda als Bookmark bei: Digg whiskey-soda als Bookmark bei: Del.icio.us whiskey-soda als Bookmark bei: Reddit whiskey-soda als Bookmark bei: StumbleUpon whiskey-soda als Bookmark bei: Blinklist whiskey-soda als Bookmark bei: Technorati whiskey-soda als Bookmark bei: Newsvine Information

Home | News | Stories | Reviews | Live | Forum | Community | Impressum | B2B | Newsarchiv | Storyarchiv | Reviewarchiv | 1995-2017 © whiskey-soda.de