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Agalloch -  The Serpent & The Sphere     Artist:  Agalloch
    Album:  The Serpent & The Sphere
    Label:  Eisenwald
    Release:  16.05.2014
   Medium:  Album
    Genre:  Blackmetal ausdrucken 
    Autor:  Valentin empfehlen/teilen 
 

'My allegiance is with the inner self / The dark celestial voice of wisdom / Beyond the dust that is this world', lautet das satanisch anmutende Bekenntnis im Stück 'Celestial Effigy'. Nein, Agalloch machen keinen Hehl aus ihrer Belesenheit. Benannt nach einem Edel-Räucherholz und mit reichlich transzendentalen Szenarien im Anschlag steht das Quartett aus Portland in Oregon seit seinen Anfängen für die Speerspitze der Bildungselite an der losen Leine des Black Metal-Sektors. Ihre im Kern melancholischen Texte spicken, ja, maskieren Agalloch mit fast schon provokant bildungssprachlichem Vokabular; ihre Musik folgt dieser Marschrichtung in komplexe, verkarstete Klanglandschaften.

Mit dem neuen Album 'The Serpent & The Sphere' will die Band ihre Vorreiterstellung behaupten und wagt sich dazu in die wortwörtlich astronomischen Höhen des Sommerhimmels. Um sich des Eigenanspruchs des fünften Longplayers gewahr zu werden, bedarf es nicht viel mehr als eines beiläufigen Blickes auf dessen Tracklist, die - als sei es stellvertretend für die Lyrics im Ganzen - mit Gräzismen und Latinismen durchzogen ist. Diese leisten ihren Beitrag zu dem unnahbaren, hochtrabenden Duktus, den Agalloch wohl als so etwas wie ihre Handschrift verstehen.

'Languages of the gods, spoken in sidereal tongue / Divinities of the stars / Illuminate in runes of man' - ein für die lyrische Arbeit Agallochs symptomatischer Auszug. Der 'The Astral Dialogue' genannte Song umreißt - einmal dahingestellt, ob gewollt oder nicht - das Unterordnungsverhältnis zwischen Interpret und Rezipienten recht treffend. Und die Masche zeigt Wirkung: Wenn Vokalist John Haughm, selbst schlangengleich, seine galaktischen Litaneien mehr zischt als screamt, möchte man in Ehrfurcht erstarren. Und sich vom einhergehenden wütenden Drum-Inferno niederfegen lassen, zählen Passagen dieser Art doch zu den selteneren Schauspielen auf 'The Serpent & The Sphere' und werden oft von klaren, betörenden Riffs auf der Leadgitarre überlagert. Auch in seiner Gesamtheit bleibt das neue Agalloch-Opus in puncto Aggressivität hinter seinem in der Wahl der Mittel deutlich rabiateren und in seiner Rohheit auch einheitlicheren Vorgänger 'Marrow Of The Spirit' von 2010 zurück.

'Birth and Death of the Pillars of Creation' eröffnet das Album zunächst in schleppenden, opulenten Eruptionen; machtvoll und bestimmend hallt die Bassdrum durch die elegischen Schluchten des zehneinhalb Minuten langen Stückes, das von der Sukzession himmlischer Schöpfungszyklen erzählen wird, sobald es sich in einem Kraftakt entblättert hat.

Das sich anschließende '(Serpens Caput)' ist neben 'Cor Serpentis (The Sphere)' und '(Serpens Cauda)' einer von drei puristischen Brücken-Tracks, die ihrer Betitelung nach Bezug auf die Zweiteilung des Sternbildes der Schlange nehmen. Agalloch haben sie eingeklammert, was den Eindruck einer vorbeugenden Entschuldigung erweckt: Achtung! Kein echter Song! Neofolker Nathanael Larochette, dem sie die akustischen Gitarren-Beigaben als Merkmalsträger dieses Albums zu verdanken haben, wird das anders sehen. Als entschleunigende, dämpfende Zwischenspiele eichen seine Tracks die Hörer-Sinne immer wieder auf die beachtlichen Feinheiten, die dieses Album zu bieten hat.

'I have peeled away layers of my humanity / No longer a being, the core of entity / For each layer reveals the key to the gates of the multiverse', beschwört 'Vales Beyond Dimension', das durch nahezu poppige Motive auffällt, einmal mehr feierlich die Überdimensionalität und Un(be)greifbarkeit dessen, was uns alle umgibt. 'I have arrived at the corridor of infinity / the great hall where the ages are kept'. John Haughm hat Raum und Zeit überwunden, jubiliert auf seine lebensfeindliche Art - und uns Erdlingen wird das Glück zuteil, ihm dabei zuhören zu dürfen. In fließender Orchestrierung geht es schließlich über in 'Plateau Of The Ages', dem instrumentalen, post-rockigen Krontrack des Albums - zumindest was die Spielzeit angeht.

Einen das Album im Ganzen stilistisch fixierenden Track gibt es hingegen nicht. Agalloch generieren und verschmelzen nachtschwarzen Black Metal, technisch filigranen Progressive- und anthemischen Post-Rock zu etwas Eigenständigem. Damit tun sie einen weiteren Schritt heraus aus dem schnöden Schleppnetz der Kategorisierung. 'The Serpent' beißt sich schlussendlich eben nicht in den eigenen Schwanz, präsentiert sich vielmehr als dezentraler Mechanismus, dessen Einzelteile sich zu etwas Gewaltigem ergänzen, das für weit mehr steht als quasi-akademischen Black-Metal-Snobismus.


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Agalloch - The Serpent & The Sphere
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Rezensionen:
- Ashes Against The Grain
- Marrow Of The Spirit
- The Serpent & The Sphere


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