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Opeth -  Pale Communion     Artist:  Opeth
    Album:  Pale Communion
    Label:  Roadrunner Records
    Release:  22.08.2014
   Medium:  Album
    Genre:  Progressive Rock ausdrucken 
    Autor:  DanielF empfehlen/teilen 
 

Als die schwedischen Opeth, vormals eine klassische Death-Metal-Band, vor drei Jahren ihr zehntes Album "Heritage" veröffentlichten, war die Überraschung in der Fangemeinde groß - und nicht nur im positiven Sinne. Der Fünfer um Frontmann Mikael Åkerfeldt legte ein psychedelisch-düsteres Progressive-Rock Album vor. Von Growls, Blastbeats und grimmigen Gesten keine Spur. Rückblickend hatte der Frontmann in Interviews eingeräumt, daß er von der heftigen Reaktion vieler Fans in dieser Form ebenfalls überrascht worden sei. Gleichzeitig hatte der leidenschaftliche Vinyl-Sammler angekündigt, unbeirrt den Weg der kompositorischen Selbstbestimmung weiter zu gehen und keine Zugeständnisse an bestimmte Erwartungen zu machen. Trotz dieser Ankündigung dürften sich wohl nicht wenige Musikfans gefragt haben, wie genau der Nachfolger aussehen würde, der nun erschienen ist. Das elfte Album der Schweden erinnert mehr als sein Vorgänger an die ruhigeren Momente von "Watershed" und vor allem "Damnation", geht aber gleichzeitig den mit "Heritage" eingeschlagenen Weg weiter.

Das drückt sich an sehr vielen verschiedenen Stellen aus: Das Keyboard klingt öfter wie eine Hammond-Orgel aus den 70ern, dennoch ist das neue Album kein 70er Jahre-Rock oder Prog, wie er in den letzten Jahren so beliebt und erfolgreich ist. "Pale Communion" ist viel mehrdimensionaler, als "einfach nur ein Retro-Album" zu sein und gleichzeitig ein modernes Album. Åkerfeldts Gesang ist absolut spektakulär und wahrscheinlich die größte Überraschung von "Pale Communion". Daß er noch immer growlen kann, beweist er nach wie vor auf Konzerten, auf denen er nach der Heritage-Tour inzwischen auch alte, von den Metal-Fans gewünschte Songs zum besten gibt. Auf den Alben will er das aber offensichtlich nicht mehr. Und bei dem nochmaligen Sprung, den der Schwede beim klaren Gesang gemacht hat, braucht er das auch nicht. Vor allem aber ist es das einfallsreiche, vielseitige Songwriting und der stimmige Sound, der von Åkerfeldts Bruder im Geiste Steven Wilson mitproduziert wurde. Der erinnert tatsächlich wie ebenfalls in Interviews angekündigt an Hardrock- und Metalklänge aus den 80ern, als Sound-Referenz hatte der blonde Schwede immer wieder von Dio gesprochen.

Die facettenreichen Songs markieren darüber hinaus einen gewaltigen Qualitätssprung seit "Heritage" in punkto Songwriting, der Einheit der einzelnen Instrumente und Kohärenz als Gesamtwerk. 'Eternal Rains Will Come' eröffnet das Album mit polyrhythmisch-psychedelischem Vibe aus Orgel, Piano und Flöte. 'Cusp Of Eternity' ist irgendwo zwischen Prog-Rock und Prog-Metal angesiedelt, vor allem die bedrohlichen Gitarrenriffs erinnern an Hardrock, während der Gesang fast operal ist. 'Moon Above, Sun Below' mit seinen knapp 11 Minuten baut in mehreren "Akten" eine sich steigernde Dynamik und Bedrohlichkeit auf, die nach einem akustischen Zwischenspiel herunterkühlt um dann in einem fulminanten Retro-Psychedelic-Prog-Schlussakt zu gipfeln. Was für ein Song! Das wundervoll-ruhige 'Elysian Woes' erinnert stark an 'Coil' von Watershed, abgesehen davon, daß der Metal-Sound fehlt und Åkerfeldts Gesang nochmals um Längen besser ist als vor sechs Jahren. Keyboarder Joakim Svalberg gibt dem Stück noch etwas Ambient-Würze, aber alles in allem steht der Gesang im Zentrum des Hammersongs. 'Goblin' klingt anders als jeder andere Song des Albums, was vermutlich eine Verbeugung vor der gleichnamigen italienischen Prog-Band sein soll, die mit Soundtracks zu 80er-Horrorfilmen bekannt wurde. Genau so klingt das instrumentale Stück auch, und das ist nicht als Kritik gemeint, auch wenn man den Song auch ans Ende oder als Bonustrack der Special-Edition hätte platzieren können. Vielleicht war der leicht abgebremste oder umgeleitete Flow des Albums an dieser Stelle der Grund dafür, daß das nächste Lied 'River' heißt und mit seinem mehrstimmigen Gesang und der wunderbar fließenden Melodie genau das tut. 'Voice Of Treason' ist ein weiterer Diamant unter Edelsteinen. Die schaurigen Stakkato-Keyboards und der erstmalige Einsatz echter Streicher sorgen für ein hintergründiges Schauern, das Hammer-Riff und der Gesang der dann folgt lässt die herankriechende Kreatur zupacken und der Hörer wird durchgeschüttelt vor Emotionalität. Dagegen ist der versöhnliche Abschluß 'Faith In Others' fast schon eindimensional, allerdings nicht weniger gelungen und der perfekte Schlusspunkt eines rundum gelungenen Albums.

Was soll man noch mehr sagen? Daß mit diesem Album Opeth neue Fans für die verlorenen Metal-Heads gewinnen werden? Daß es ein heißer Kandidat für das Progressive-Rock-Album des Jahres ist? Daß genau so und nicht anders stimmungs- und anspruchsvolle Rockmusik geht? Ja. Ja. Und Ja!


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