whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
Musikmagazin - Home whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin
whiskey-soda Musikmagazin zur Startseite whiskey-soda Musikmagazin zur Story Seite whiskey-soda Musikmagazin zur Rezensionen Seite whiskey-soda Musikmagazin Livekonzerte und -Interviews whiskey-soda Musikmagazin Community und Forum whiskey-soda Musikmagazin whiskey-soda Musikmagazin einfach mal suchen whiskey-soda Musikmagazin
News   
Reviews   
Stories   
Live (WS-TV)   
WS Präsentiert   
Forum   
Facebook   
 

      registrieren  

Blind Love
Awaken I Am
Blind Love
(Rock)

Sailor's Grave
The Tip
Sailor's Grave
(Rock'n Roll)

Slade Alive! (The Art Of The Album-Deluxe Edition)
Slade
Slade Alive! (The Art Of The Album-Deluxe Edition)
(Hardrock)

Relentless Mutation
Archspire
Relentless Mutation
(Deathmetal)

Will To Power
Arch Enemy
Will To Power
(Deathmetal)

Favourite Pleasures
GUN
Favourite Pleasures
(Rock)

Through The Barricades (Remastered)
Spandau Ballet
Through The Barricades (Remastered)
(Pop)

In Rom
Götz Alsmann
In Rom
(Pop)

White Trash Blues
The Quireboys
White Trash Blues
(Rock'n Roll)

10x10
Montrose
10x10
(Classic-Rock)



Agnostic Front -  The American Dream Died     Artist:  Agnostic Front
    Album:  The American Dream Died
    Label:  Nuclear Blast
    Release:  03.04.2015
   Medium:  Album
    Genre:  Hardcore ausdrucken 
    Autor:  Ieku empfehlen/teilen 
 

Aus der globalen Politikgeschichte stachen in besonderem Maße zwei gesellschaftliche Leit-Utopien durch außerordentliche Popularität heraus. Die eine, die Idee des Kommunismus, der vollumfänglichen Chancengleichheit der Menschen, ging irgendwann gegen Ende des Kalten Krieges mit den sogenannten Sozialistischen Bruderstaaten Der Glorreichen Sowjetunion unter. Die andere, der Amerikanische Traum, wird nun, im Frühling des Jahres 2015, offiziell zu Grabe getragen. Von niemandem geringeren, als den Kindern der 'Greatest City of them all' - Agnostic Front.

'The American Dream Died' ist eine recht starke Aussage. Gäbe es die Partei Die Linke in den USA, wäre 'The American Dream Died' wohl deren Standardrepertoire, da jedoch das Linkeste, was bisher von jenseits des Großen Teichs in die europäischen Massenmedien herüberschwappte Obama-Care und das Versprechen Guantanamo zu schließen waren, schlägt die Klausel aus dieser Himmelsrichtung ganz besonders ein. Zumindestens in meinem Kopf.

Fragen, die sich stellen, sind zuerst: Wer sind die? Und Zweitens: Warum sagen die das? Antworten wären erstens: Agnostic Front, die Instanz des New Yorker Hardcore schlechthin, quasi die Instanz des nordamerikanischen Post-Punks, wie das im Hipster-Sprech so schön heißt. Und warum sagen die das? Klingt ja schon etwas verbittert. Nun, betrachten wir vielleicht einmal das, was sie singen:

Schon das erste Lied trägt den Titel des Albums. Vielleicht bringt uns das ja was? Da wären die Zerstörung der natürlichen Ressourcen, der unverantwortliche Umgang mit Atom-Energie und ohnehin sehen Agnostic Front eine große Heimlichtuerei und Heuchelei, etwas ist faul im vereinigten Staate Amerika, denn der Amerikanische Traum ist gestorben. Harter Tobak.

Im zweiten Track beschweren sich die fünf Musiker über die Polizei-Gewalt, die in den USA vorherrscht. Davon bekommen wir ja sogar in Europa genug mit, um ein seltsames Bauchgefühl zu bekommen. 'They fought for freedom, but now they're treated just like slaves' ist eine Zeile aus 'Only In America', dem dritten Lied. Auch das ist irgendwie bezeichnend.

Doch selbst, wenn der Ton insgesamt recht negativ ausfällt und die Musiker nichts Gutes an ihrem Vaterland oder ihrer Mutterstadt lassen, trotz den höchsten Gebäuden auf der ganzen Welt nicht mehr ihr altes New York wiederfinden und das alte Lebensgefühl vermissen, sich kein Stück mit dem engstirnigen Durchschnitts-US-Bürger verbunden fühlen, lassen sich Agnostic Front doch das letzte Bisschen Kampfgeist nicht wegnehmen. Kampfgeist, der sich in erster Linie in Sarkasmus ausdrückt - I don't give a fuck about what you say to me/ and I don't give a fuck about what you think of me/ we have the right to mess/ we have the right to know/ it's up to us to take that step' - und selten in die direkte Offensive geht: 'Attack - nothing you can do/ attack! - you broke the golden rule/ we don't like your kind/ no honor, no pride'.

Die Moral der Geschichte fällt dann leider wieder etwas resignierend aus, sagte doch ein weiser Mann zum lyrischen Ich 'keep your friends close/ stay closer to your enemies/' und 'keep your mouth shut/ it will turn on your family'. In Summe ändert auch der Titel 'Just Like Yesterday' nicht viel an diesem Eindruck, auch, wenn 'wir dreißig Jahre später immer noch stärker werden und weiterkämpfen'.

Dieses HardCore-Album ist tatsächlich ausnahmsweise einmal wie geschaffen für einen jeden Bestandteil der homogenen Durchschnittsmetallermasse. Konservativ, nihilistisch, sich nach den alten Tagen zurücksehnend. Sogar mehr als Oldschool - und mit der Begründung, warum heutzutage alles doof ist, irgendwie auch stilvoll. Selbst wer generell eher eine positive Einstellung zu Gesellschaft und aktuellen Politik pflegt, kann bei gleichzeitigem Ausblenden der Liedtexte jederzeit den fetten, ehrlichen Hardcore-Klang und die typischen Stigma-Soli genießen!


LEGENDE:
Zitat
Frei aus Songtext übersetzt, keine Quellenangaben wegen Lesefluss


  WS-Bewertung: 1+ User-Bewertung: 6 Deine Bewertung:
0 Kommentare vorhanden Anmelden und mitmachen!
 
Deine Kritik oder dein Kommentar zu
Agnostic Front - The American Dream Died
Meinungsbox
Du bist eingelogged als Anonymous
hier deinen Eintrag abschicken


Kurzinfos: Agnostic Front

Interesse?



Homepage:
- offizielle Homepage

Artikel:
- Agnostic Front - Hardcore Lebenslang
- Agnostic Front - Hipsters gonna Hop
- Agnostic Front + Miozän = Hardcore-Explosion

Rezensionen:
- Riot Riot Upstart
- Play it loud, Mothafucker
- Dead Yuppies
- Another Voice
- Warriors
- The American Dream Died


whiskey-soda RSS Feed

FACEBOOK

YOUTUBE

CD des Monats 09/17
Walter Trout - We're All In This Together

Walter Trout - We're All In This Together


alle Reviews hier



   
Seite/ Inhalt gefällt mir
whiskey-soda als Bookmark bei: Mr. Wong whiskey-soda als Bookmark bei: Webnews whiskey-soda als Bookmark bei: Facebook whiskey-soda als Bookmark bei: Icio whiskey-soda als Bookmark bei: Linkarena whiskey-soda als Bookmark bei: Favoriten whiskey-soda als Bookmark bei: BoniTrust whiskey-soda als Bookmark bei: Favit whiskey-soda als Bookmark bei: Linksilo whiskey-soda als Bookmark bei: Readster whiskey-soda als Bookmark bei: Folkd whiskey-soda als Bookmark bei: Yigg whiskey-soda als Bookmark bei: Digg whiskey-soda als Bookmark bei: Del.icio.us whiskey-soda als Bookmark bei: Reddit whiskey-soda als Bookmark bei: StumbleUpon whiskey-soda als Bookmark bei: Blinklist whiskey-soda als Bookmark bei: Technorati whiskey-soda als Bookmark bei: Newsvine Information

Home | News | Stories | Reviews | Live | Forum | Community | Impressum | B2B | Newsarchiv | Storyarchiv | Reviewarchiv | 1995-2016 © whiskey-soda.de