Wenn man den Namen Bomb Squad in Verbindung mit hardcorelastiger Musik hört, der wird damit wohl kaum eines unserer Nachbarländer in Verbindung bringen. Nun ja, aber in diesem Punkt wird man wohl falsch liegen, denn Bomb Squad kommen aus dem schönen Wien. Diese Jungs nun aber in eine Schublade zu packen, fällt ordentlich schwer, denn so recht an Konvetionen wollen sich die Österreicher nicht halten. So eröffnet das Album "BackyardDEPT" nach einer armytypischen Marschreimbegleitung mit "Six Feet Deep" mit einem richtigen HC- Kracher, der richtig nach vorne geht. Gesangstechnisch hat man sich hier an eine Mischung zwischen Sprechgesang und Shouting gehalten, was insgesamt wohl als ein Crossover aus Hardcore und Hip Hop betrachtet werden kann, als würden Suicidal Tendencies auf Body Count und Madball treffen. Danach geht es mit den nächsten Songs eher ins Groovige. Nette Bassläufe treffen auf fette Riffs, die auch wieder von viel gesprochenem Gesang unterlegt werden, ähnlich wie beispielsweise Downset, aber auch gerade der Gesang hat mich häufig an die recht einfachen Vocals von Clawfinger erinnert. Dass die Gesangspassagen nicht zu eintönig wirken, schaffen die Wiener dadurch, dass mit zwei Sängern gearbeitet wird, die sich gesanglich gelegentlich behakeln und dadurch reichlich Variation in den Sound bringen. Auch die Spaß- Fraktion kommt bei Songs wie "Penthouse Bunnies" oder auch bei "Beer" nicht zu kurz, ersterer Song kommt als klassischer Fun- Punk daher, letzterer als temporeicher Biertrinksong. Bei "BackyardDEPT" ist wohl eine ganze Menge dabei für eine ganze Menge Geschmäcker. Es lässt sich einiges neues in jedem Song entdecken, dementsprechend sollte man ruhig einmal ein Ohr bei Bomb Squad an die Scheibe halten.