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Ash -  Meltdown     Artist:  Ash
    Album:  Meltdown
    Label:  WEA / EastWest
    Release:  24.05.2004
   Medium:  Album
    Genre:  Indie-Rock ausdrucken 
    Autor:  Tobiohnebo empfehlen/teilen 
 

Tim Wheeler will ganz klar - und das war dem medialen Rumoren zum neuen Album "Meltdown" bereits im Vorfeld zu entnehmen - mal ordentlich auf dicke Hose machen. Was mich zu der eigentlich gar nicht so gewagten These verleitet, dass fette Metal-Riffs und Kraftprotzerei hinter dem Schlagzeug vermutlich eine ähnliche Kompensation für alles, was dem Manne von der Natur verwehrt geblieben ist, darstellen, wie etwa mächtige Karrossen oder überdimensionierte Hochhäuser. Hervorragend in dieses Gedankenkonstrukt passen die endlosen Gitarrensoli der 80er wie Tapping-Gott Eddie Van Halen sie kultivierte, und die nun dank The Darkness wieder auf der Agenda stehen: Die reine Audio-Masturbation.

Auch wenn selbst schon das Artwork der neuen Ash-Scheibe mit seinen Flammen und dem stilisierten "Phoenix aus der Asche" (den Tim Wheeler sich übrigens auch auf den Arm hat tätowieren lassen) in oben genanntes Schema passt (bewegt es sich doch irgendwo zwischen augenzwinkender Tru-Metal-Homage und Überschreitung des guten Geschmacks), wollen wir es mal kurz wie beim Boxen halten und auf das Geschehen oberhalb der Gürtellinie acht geben. Nicht zuletzt, weil die Testosteron-pro-Kopf-Rate durch die sexy Gitarristin Charlotte Hatherley gefährlich gedrückt wird. Bevor mein Theorie-Kartenhaus über die Freudsche Verquickung von sexuellen Minderwertigkeitsgefühlen und Metal also in sich zusammenfällt, gehe ich lieber den Fragen nach: Rockt "Meltdown" oder nicht? Treibt Tim Wheeler seine "Gibson Flying V" bis in die Niederungen des Proll-Hardrock vor? Und was ist übrig geblieben von "Candy", "Oh Yeah" und dem Mädchen vom Mars?

Schön wäre eine einfache Antwort. Die gibt´s natürlich nicht. Richtig und schon beim ersten Hören offenbar ist, dass Ash das Gaspedal ein ganzes Stück weiter durchtreten. Unter anderem, da Schlagzeuger Rick McMurray seither einen ziemlichen Entwicklungsschritt nach vorne gemacht hat. Nicht nur, das Chef Wheeler seinen langjährigen Compadre nach der längeren Kreativpause kaum wiedererkannte, im Opener und Titeltrack "Meltdown" brettert er dermaßen drauflos, dass selbst Dave Grohl bei einem Treffen im Studio (und das an alter Wirkungsstätte von Nirvana) den Hut ziehen mußte. Da konnte der Rest des irischen Quartetts gar nicht mehr umhin, als auf den fahrenden Metallzug mit aufzuspringen.

Ash sind wie angekündigt härter als je zuvor, was vor allem das erwähnte "Meltdown", "Clones" oder "Detonator" eindrucksvoll demonstrieren. Ob dieser Weg nun aus reinem Bock beschritten wurde, oder auch ein ordentliches Stück weit, um den amerikanischen Markt zu erobern, wird zu einem späteren Zeitpunkt zu klären sein. Aber Mr. Wheeler ist zu intelligent und vermutlich auch zu zart im Innersten, um völlig über Bord zu werfen, was die Band am besten kann und was sie groß gemacht hat: Melodischer und temporeicher Britrock mit Herz. "Out Of The Blue" oder "Renegade Cavalcade" sind typische Vertreter dieser Gattung. Hinzu gesellen sich Indie-Balladen wie "Starcrossed" oder "Won´t Be Saved" und selbst das zunächst schwer vorpreschende "Orpheus" schwenkt mit der Refrain-Zeile "Sunshine in the morning" auf einen "Shining Light"-like Kurs ein.

Fest steht, dass Ash sich mit "Meltdown" nach dreijähriger Pause eindrucksvoll und gereift zurückmelden. Andererseits ist "Meltdown" im Vergleich zum kommerzielleren und zuckersüßen "Free All Angels" eher eine Scheibe, auf der sich mal ein bißchen ausgetobt wurde und man sich selbst Platz zum Experimentieren und Einflechten von Metal-Elementen als Tribut an große Vorbilder wie Thin Lizzy ließ.

Für die alten Ash-Fans kann trotz der Metal-Spielereien Entwarnung gegeben werden: auch sie werden eine Reihe der Tracks schnell in ihr Herz schließen können und den alten Zeiten höchstens eine halbe Träne nachweinen. Bei vielen der Songs ist die von früher gewohnte eingängige Melodie halt einfach hinter einer opulenten Fassade aus Krach versteckt und erschließt sich erst beim zweiten oder dritten Anhören. Aber sein wir mal ehrlich: Ein bißchen dick Aufgetragen und bombastisch mochten Ash es doch schon immer. Genau deshalb lieben wir sie ja auch.


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