"The Great Collapse" geht meistens eine eklatante Situation voraus, die dann nur noch in einem riesigen Kollaps endet. Entweder ist dann alles komplett vorbei oder es beginnt alles ganz sanft von neuem. Seit 1998 müssen nun schon die Gedanken von Fear My Thoughts gefürchtet werden. Diese setzen sie seit dem mit höchster Intensität und auch Präzision ein. Neben Heaven Shall Burn und Caliban ist die Band wohl als Dritte im Bunde der deutschen Gruppen zu nennen, die die Brutalität des Hardcore mit dem Melodienreichtum des Metal verbindet. Nicht umsonst erinnern Bands, die moderneren Hardcore spielen gerne an melodischen Deathmetal mir Emo oder Screamo- Einschlag. "The Great Collapse" macht dabei auch keine wirkliche Ausnahme. Die Songs wirken sehr metallastig, von Hardcore ist nicht mehr so wirklich viel zu merken. Das macht die Tracks zwar zu etwas anderem aber nicht schlechter. Auf jeden Fall wird ein ordentliches Tempo vorgelegt und die Länge der Songs reicht schon mal an die fünf Minuten heran, was Raum und Zeit für ausgefeiltes Songwriting bietet. Allerdings wirken die Songs gerne mal schon etwas zu überladen mit Wechseln und Breaks. Technisch ist das zwar 1A umgesetzt, jedoch nicht so richtig eingängig für den Gehörgang. Wenn diese Scheibe der große Kollaps war, möchte ich mal wissen, was dann danach kommt. Warten wir´s ab.