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"Ladies and gentlemen, this is the moment you all have been waiting for", kündigt ein Sprecher den Song an. Was dann folgt ist allerdings nicht "You Never Can Tell" im "Jack Rabbit Slims Twist Contest" sondern der erste Punk-Brecher der dritten The Bones-Scheibe "Straight Flush Ghetto". Immerhin hätte "Spit It Out" gegenüber der Chuck Berry-Nummer den Vorteil gehabt, dass John Travolta seine Schuhe nicht hätte ausziehen müssen - er wäre direkt aus ihnen geblasen worden. Und genauso geht es, lediglich unterbrochen durch den leicht melancholischen und softer gesungenen Lovesong "Half Of Nothing" über 16 (!) Tracks und rund 40 Minuten (!!) weiter: Herrlich schmutziger Punk in bester Social Distortion-Manier. Abgesehen von einer Handvoll Gitarrensoli brettert die Scheibe immer mit Vollgas und angenehm schnörkellos von Schweden aus quer über alle Moshpits Europas. Über ausgefeiltes Songwriting oder innovative Ideen braucht man bei Bands wie The Bones gar nicht erst nachzudenken, allerdings will ich als kleinen Kritikpunkt anführen, dass der Gesang manchmal ein bißchen zu gezwungen und gewollt rauh und schmutzig klingt. Während ein Mike Ness schlicht gar nicht anders singen kann, klingt das bei Boner bzw. Beef Bonanza zum Teil zu imitiert und künstlich. Lustiges Detail am Rande: Das Dortmunder Label, welches die Jungs 1999 signte und auch beim neuen Album mit von der Partie ist, heißt mit vollem Namen "I Used To Fuck People Like You In Prison". Genauso finster blicken die vier Schweden jedenfalls auch drein. Mit "Straight Flush Ghetto" kann der geneigte Fan von rotzigem Punk eigentlich nicht viel falsch machen. Sie macht sich gut im Regal neben den Social Distortion-Platten und als Party-Scheibe sowieso. Nicht von ungefähr touren die Jungs mit den Dropkick Murphys. Aber Ladies und Gentlemen bleiben bitte zu Hause.