Bis zum Anschlag!..spricht eine laszive Frauenstimme, dann geht es zur Sache, in musikalischer Hinsicht. Angelehnt an das Cover, dunkel und schwarz , geht es dann auch ordentlich nach vorne. Das alles beherrschende Growling von Sänger Marcel dröhnt über nicht sehr einfallsreiche, dafür aber eingängige Riffs. Die Songs finden sich von der Intensität irgendwo zwischen Hardcore, hartem Rock und Doom wieder. Dreckig ist "Revenge For The Innocent" allemal. Besonders bei Songs wie "Truth Is On My Side" erinnern Unbounds etwas an Black Flag, aber nur um bei Internal War gleich wieder wie eine Midtempo- Version von Pantera zu klingen. Zum Ausklang lassen die Jungens noch ein Mal ihrer gefühlvollen Seite freien Lauf. "Godless" ist mit seinen sechseinhalb Minuten durchaus ein gelungenes Werk, auch wenn es stilistisch ziemlich an Danzig erinnert, was ja nicht so schlimm ist. Man hätte sich ja auch eine schlechtere Band aussuchen können. "Revenge For The Innocent" ist sicherlich kein Meilenstein der Musikgeschichte und bietet nicht wirklich Innovatives, allerdings kann es durch die Mischung aus einfacher Instrumentalisierung und ausgefeiltem Gesang und besonders durch seine Energie überzeugen. Hier ist eine ganze Scheibe lang Kopfnicken angesagt.