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Beatsteaks -  Smack Smash     Artist:  Beatsteaks
    Album:  Smack Smash
    Label:  WEA / Epitaph
    Release:  01.03.2004
   Medium:  Album
    Genre:  Punk Diesen Artikel ausdrucken 
    Autor:  Barth Artikel per Mail versenden 
 

Na endlich! Das neue Album der Beatsteaks ist da. Endlich wieder Rock im Topf. Und wie es auch gleich losgeht auf Smack Smash. Big Attack hat alles was ein Beatsteakssong haben muss. Echte Sounds, echte Gefühle und einfache Klasse. Sogleich zerschlagen sich Befürchtungen, die Jungs hätten durch den Wechsel zum Majorlabel etwas, ihres ganz speziellen, Flairs verloren. Weit gefehlt, statt sich den üblichen Prozessen der Verweichlichung oder des „Sich-an-den-Mainstream-Anpassens" hinzugeben, drehen sich die Berliner genau in die andere Richtung.

Die 12 Titel auf Smack Smash können durchaus als mutig angesehen werden. Alles andere als Musik zum Verkaufen! Verkaufen! Verkaufen! Für Freunde der leicht begreifbaren und seichten Musik wird es sicher ein klein wenig dauern, bis sie sich in Smack Smash eingehört haben. Die, deutlich an die 80er erinnernden, Songs erschließen sich zum Teil erst bei mehrmaligem Hinhören. So finden sich auf dem Werk keine mitreißenden Sofort-Abgehsongs wie dazumal ´Let Me In´. Die auf Achtel reduzierten Schläge der Drums und die doch recht langgezogenen eintönigen Riffs der Gitarren, verschmelzen erst mit den anderen Komponenten in Beziehung gesetzt zu dem, was so wundervoll Gänsehaut verursacht. Unverkennbar wieder Arnims klasse Stimme, die wunderschöne Melodien zum Besten gibt, die von Herzen kommen. Ein wenig mehr zurückgenommen, aber ehrlich und geradlinig, ohne großen Chorus oder Zweistimmigkeit. Übertrieben die Ah Ah und Oh Ohs in der Strophe bei ´Monster´, was dem Refrain des Songs aber keinen Schaden zufügt, der wieder wundervoll melodiös rockt.

Ebenso ´Everything´, der wohl beste Song der Platte, weil am schnellsten ins Ohr dringende. Geradlinige Drums, ein von leicht angezerrten Gitarren umspülter Refrain und ein Minimalsolo, das mit dem draufgeballerten Pogo so richtig geil kickt. Wie es dann so kommen muss, wird das Ganze in ein Bridge aufgelöst, was uns wieder zum Refrain führt. Spätestens jetzt wird jeder Zuhörer zerfließen.

So richtig losgerockt wird am Ende der Scheibe. ´My Revalation´, gerade mal 1:45 lang, lässt ahnen als was den Jungs so richtig Bock bringt. Gas und Spaß und noch Einen druff.

Einige der 12 Stücke wirken allerdings dann doch etwas gekünstelt. Zuviel wurde daraufgeachtet möglichst unspektakulär und basic zu klingen. Konstruiert trifft es wohl am Besten. Aber wie so viele ihrer Songs, werden uns diese 12 lange begleiten, wir werden sie bei allen möglichen Gelegenheiten hören, live auf der Bühne sehen und anfangen Erinnerungen mit ihnen zu verbinden. Das ist das was die Beatsteaks ausmacht. Ihre Platten hört man immer wieder und hat, ohne es zu merken, irgendwann zu jedem Song eine eigene, kleine Geschichte.

Großartig!


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