Mit "Destination's End" liegt nun das Debütalbum der Gewinner des europaweit ausgetragenen "Young Metal Gods"-Wettbewerbs vor. Das Mainzer Sextett konnte sich mit seinem leicht Gothik-angehauchten Rock dabei gegen mehrere hunderte Konkurrenten erfolgreich durchsetzen und gewannen die Ausscheidung, erste Aufmerksamkeit von Seiten der Medien und einen Plattenvertrag mit dem Plattenlabel, welches den Wettbewerb organisiert hatte.Nachdem man aus geografischen Gründen, den Kölner Bassisten durch den nicht-so-weit-weg-wohnenden Max ersetzt hatte, begab man sich ins Studio, um unter Aufsicht und Anleitung von Iron Savior-Sänger Piet Sielck das Album einzuspielen. Das Ergebnis ist ein beachtliches Debütalbum, welches das Potenzial der Band für die Zukunft bereits erahnen läßt. Doch allen Bemühungen einer ersten freundlichen Formulierung zum Trotz, handelt es sich aber trotzdem nur um das Debütalbum einer deutschen Band, welche einen nur selten gleich vom Hocker reissen. Und so mangelt es stellenweise an der nötigen Abwechslung: mancher Refrain wirkt auf die Dauer monoton und eintönig, anstellte - wie erhofft - eingängig und eindringlich. Sänger Gerrit liefert zwar eine ganz gute Gesangleistung ab, doch um die vorbildhaften und vergleichsweisen H.I.M.mlischen Töne von Ville Vallo zu erreichen fehlt es zwar nicht am Variationsreichtum, aber dafür an mehreren Litern Rotwein und Päckchen Zigaretten am Tag. Zudem würde es nicht schaden, wenn man bei manchen Textpassagen nicht nur auf Englisch schreibt, sondern auch mit der richtigen englischen Betonung singt, ansonsten kräuseln sich nämlich dem Hörer bei Songs wie "Worlds Burn Down Like Fire" die Zehennägel auf. Und so richtig unter die Haut gehen wollen die Songs von Beyond Surface leider auch nicht, so klischeehaft und kitschig manche Texte da auch sein mögen. Da gefallen Songs wie das Titelstück "Destination's End" oder das flottere "The Dreaming Beauty" schon besser, auch wenn letzteres doch sehr an "Right Here In My Arms" von der bereits zitierten Szenegröße H.I.M. erinnert. Am Ende versucht man sich noch an einer ganz passablen Cover-Version des Paul Young-Klassikers "Come Back And Stay", was hoffentlich nicht als Bitte an den Hörer gedacht gewesen ist. Trotzdem wollen wir mit den Jungs nicht allzu hart ins Gericht ziehen. Es gibt wahrlich schlechtere Debütalben, von denen es einige sogar bis in die Charts geschafft haben. Das Potential für eine große Zukunft ist zumindest vorhanden - doch hatte ich mir von dem Gewinner eines so großen Contest, wie dem "Young Metal Gods"-Wettbewerb, eigentlich mehr erhofft.