Ach Du Scheiße… Dieses Album wird mit Sicherheit nicht die Hitliste stürmen, sondern, wie von der Band vorweg genommen, eher die im Albumtitel zitierte Shitlist. Sorry Jungs, aber wenn ihr bei dieser Musik noch derartige verbale Pässe spielt, muss ich die Pille im Mittelfeld abfangen, die Viererkette bestehend aus Masato Henmarer Morimoto (voc.), Keisuke Sugiyama (dr.), Masashi Osho Kadota (guit.) und Naoki Morikawa (b.) mit einem simplen Doppelpass ausspielen und von der Strafraumgrenze freistehend vorm Torwart knallhart abziehen und bei einem den Ball in den Winkel hämmernden Schuss dem Keeper keine Chance lassen. Zumal ich nicht das Hobby verfolge, in diverse Badewannen fremder Leute zu scheißen. Das Intro ist schon so erfreulich wie ein stundenlanger Besuch des hauseigenen Klos mit Verstopfung, schnell spülen und vorgespult zu "Fuck Hip Raper" und siehe da: Japaner können mehr als an getragenen Unterhöschen von Schulmädchen schnuppern, hier klingt ansatzmäßig richtig akzeptabler Old School Death mit Grindcore-Einschlag aus den Boxen. Klingt angenehm hohl in der Panorama-Schüssel des Klos, doch, oh weh, da melden sich die Bohnen von gestern abend und die Sitzung geht von neuem los... Denn Vokalist Masoto pendelt scheinbar wahllos zwischen Oldschool-Grunts und Kreischen gemäß eines nicht warm gesungenen Dani Filths... Hilfe! Schnell eine neue Klopapier-Rolle angebrochen und weiter zur nächsten Glanztat. "Control Of Your Own Hole" holpert ebenso recht angenehm aus den Boxen, abgesehen von den analen Fantasien der vier Jungs. Auch werden scheinbar sozialkritische Textpassagen immer wieder durch Arsch-Verweise weggespült. Und Masoto geht einem nach dem fünften Song mit seinem hysterischen Kreischgesang voll auf den Sack, dass sich permanent der Daumen auf der Spülung befindet. Bleibt zu sagen: Ohne Kreischen und Kot-Liebeleien der Badewannenscheißer hätte das ne ganz vernünftige Platte werden können. Doch so bleibt nur Exotenbonus (Japan) und leichter Ekel (Fäkalien-Fantasien). Ich hoffe nur, dass die Jungs nur einen leicht abartigen Humor haben, wenn nicht, will ich nicht wissen, wie der ihre Freizeit aussieht. Jungs, ihr wisst also, was abzustellen ist. Und ich räume jetzt die verdorbenen Bohnen aus der hintersten Ecke des Kühlschranks nach vorn, in der Hoffnung, dass einer meiner Mitbewohner diese ist! Hähä...