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Das, was für Live CD’s oder Best Ofs gilt, gilt auch für einen Großteil an Live DVD’s. Mehr oder weniger sind das Schmankerl für den wahren Fan einer Band, der aus komplettistischen Gründen alles besitzen muß, was seine Faves auf den Markt werfen. Natürlich wird dieser Sammeltrieb schamlos ausgenutzt, um in Zeiten der Kopiererei auch den letzten möglichen Strohhalm zu ergreifen, der möglicherweise Geld in die Kassen der ach so gebeutelten Musikindustrie spült.
Bei der vorliegenden Subway To Sally – DVD liegt die Sache allerdings ganz anders. Das, was Subway To Sally hier machen, liegt am obersten Qualitätslimit und reizt alles aus, was man vom Medium DVD erwarten kann. Da ist zunächst mal ein zweistündiges Konzert aus der Berliner Columbiahalle, welches eines der besten STS-Konzerte der letzten Jahre war. Nichts, aber auch gar nichts von den großen Liedern der Band fehlt. Der Sound und das Bild sind bestechend gut, und man kann sich die unglaubliche Liveatmosphäre eines Subway To Sally Konzertes doch tatsächlich fast ungetrübt ins Wohnzimmer holen. Lediglich Lautstärke, Qualm und das Mittanzen in der Menge fehlen...
Dazu kommt allerdings ein riesiger Haufen an Bonusmaterial, der sich im Gegensatz zu anderen Bands nicht in unendlichen, nicht skipbaren Interviews ergeht. Man lernt den Entstehungsprozeß eines STS – Songs kennen, darf die Band einen Tag lang begleiten, und, und, und. Alles in allem über 4 Stunden , und dabei jederzeit höchst amüsant und unterhaltsam. Hinzu kommt eine feine technische Spielerei. Man kann über einen Menüpunkt das gesamte auf der DVD enthaltene Material am Stück anspielen. Dazu kommt aber, daß ein integrierter Zufallsgenerator die Teile des Materials in immer wechselnder Reihenfolge abspielt, und es noch zusätzliches, sonst nicht anwählbares Material gibt, welches dann in den Abspielprozeß eingeflochten wird. Somit sieht man jedes Mal neue Dinge, und die DVD wirkt jedesmal wie noch nie gesehen. Ein Beispiel, das für die Möglichkeiten des Mediums DVD steht, und von allen anderen beherzt werden sollte. So geht es, und alle anderen Bands sollten sich schämend in die Ecke stellen, wenn ihre eigene DVD nicht so gut und originell ist wie diese. Dann allerdings wären die Ecken wohl heillos überfüllt ...
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