Nach langen Jahren künstlerischen Schaffens bringt nun auch der Meister persönlich, ganz dem Geiste der Zeit entsprechend, ein Best-of Album auf den Markt. Rob Zombies "Past, Present & Future" übertrifft dabei einiges, was im Best-of Bereich in den letzten Monaten auf den Markt kam. Man sagt, dies sei sein vorerst letztes musikalisches Werk. Rob scheint sein Hauptaugenmerk in Zukunft erstmal auf Filme legen zu wollen. Der Käufer von "Past, Present & Future" erhält zum einen eine erstklassige Aufmachung, wie üblich bei CDs vom Zombie. Ein 34-seitiges Booklet mit zahlreichen Fotos und Artikelcollagen ergänzt das Digipak. Im Inneren befindet sich noch eine Widmung von Mr. Alice Cooper himself. Zum anderen ist das Album randvoll mit krachendem Zombie-Sound (19 Tracks, sechs mal White Zombie und 13 Solostücke) und genial zusammengestellt, auch wenn natürlich nicht alles berücksichtigt wird, was der Meister in seinem Leben eingespielt hat. Vom Opener Thunder Kiss `65 (White Zombie, 1993), über Kollaborationen mit Alice Cooper ("Hands of Death"), Iggy Pop ("Black Sunshine"), Howard Stern ("The Great American Nightmare") und Lionel Richie ("Brickhouse 2003") bis hin zu zwei bisher unveröffentlichten Tracks am Schluss ("Two Lane Blacktop" und "Girl on Fire"). Ausserdem geniale Tracks wie "I'm Your Boogie Man" – ein fantastisches Cover der Band KC and the Sunshine, "More Human than Human", "Feed the Gods" vom Airheads-Soundtrack, eine Coverversion vom Klassiker "Blitzkrieg Bop", Teil des Ramones Tribute-Album, an dem Zombie mitgewirkt hat und einige weitere Kracher vom "Pussy Liquor"-Kaliber. Mein persönlicher Lieblingstrack "Dragula" durfte auf dem Silberling natürlich auch nicht fehlen. Auf der dazugehörigen DVD bekommt man dann noch 10 Videoclips von durchaus höherem künstlerischen Anspruch als manch andere dazu – da sie im europäischen Musikfernsehen selten laufen für uns ein lohnender Bonus, der das Album für Fans unverzichtbar macht! Endlich kann man sich die Clips von "Dragula" oder "Living Dead Girl" wann man will auf dem eigenen TV ansehen. Das einzige, was ich vermisse, ist der clip zu "I'm your Boogieman", der hätte bestimmt auch noch draufgepasst.All in all wirklich ein krönender Abschluss – oder, wie ich hoffe, ein Zwischenstopp – einer bemerkenswerten Musikkarriere unserer Zeit!