"Barilari? Was is das? Nie gehört...", dachte ich, als ich diesen Silberling aus meinem Fach in der Redaktion abholte. Für all diejenigen von Euch, denen es hier genauso geht, kurz ein paar einleitende Infos: "Barilari" ist das Soloprojekt des argentinischen Rocksängers Adrian Barilari. Dieser zählt mit seiner Heavy Rock Band Rata Blanca in Argentinien wohl unter anderem auf Grund von ausverkauften Stadien und über einer Million verkaufter Alben zu den dortigen Nationalhelden. Auf dem hier vorliegenden gleichnamigen ersten Soloalbum des Sängers haben sich namhafte Musiker vereint, um uns eine ordentliche Mischung aus Hardrock und melodischem Heavy Metal zu präsentieren. Jens Johansson (Stratovarius) am Keyboard, Emppu Vuorinen (Nightwish) an der Gitarre, außerdem Nightwish Drummer Jukka Nevalainen und Sami Vanska (ex-Bassist von Nightwish), ausserdem noch zwei Cellisten, Sampo Korkeala und Mikko Susitaival – eine Combo, die sich sehen und hören lassen kann! Der Opener des Albums, "Master of the dark", macht dank des fetzigen Gitarren-Intros und der treibenden Double-Bass sofort hellwach, melodiöser Hardrock at its best! Bei der zweite Nummer "Bring your love" könnte man textlich autobiografische Züge vermuten, auch Barilari hat wohl schon mal eine Liebe verloren und sich sehnlichst zurückgewünscht. Glücklicherweise hat er daraus keine allzu schmalzige Ballade gemacht, es wird straight weiter gerockt. Besonders gefreut habe ich mich, nach mehrmaligem Hören, dann über die drei spanischsprachigen Tracks: "La leyenda del hada y elmago", "Recuerdo en la piel" und den übersetzten Rainbow Coversong "Stargazer (Astronomo)". Klang die Mischung aus Metal und spanischem Gesang in meinen Ohren doch anfangs etwas fremd, fand ich sie hinterher umso genialer, da dadurch ein ganz spezieller Flair erzeugt wird! Das "Stargazer"-Cover ist dem Original ausserdem in jeder Hinsicht ebenbürtig. Der Rest der CD bietet dem Hörer noch diverse hübsche Melodic Metal Songs, wie z.B. "The shadows will remain behind" oder "Beginning and end", mit "Owner of a dream" mal einen etwas ruhigeren Track, und mit "See you smile" auch die obligatorische Ballade, die anscheinend auf keiner Metalscheibe fehlen darf. "Barilari" wurde komplett in Europa aufgenommen und in den Finnvox-Studios von Mikko Karmila abgemischt. Die Saitenparts wurden in Deutschland eingespielt und zu einigen Songs nachträglich hinzugefügt. Es war wohl die dabei gelungene Mischung aus guten Texten, hervorragender Musik, sehr gutem Sound und dem Touch Extravaganz durch die spanischem Texte, die mich überzeugt hat!