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Muse -  Absolution     Artist:  Muse
    Album:  Absolution
    Label:  Universal / Motor
    Release:  22.09.2003
   Medium:  Album
    Genre:  Alternative ausdrucken 
    Autor:  Birte empfehlen/teilen 
 

Während man in ihren Anfangstagen um Vergleiche mit Radiohead und Konsorten nicht herumkam, haben Muse sich spästens mit "Origin of Symmetry" einen immer und überall als den ihren erkennbaren Sound geschaffen. "Trademark Muse" ist allerdings bis dato noch nicht angemeldet. Die Vergleiche sollen an dieser Stelle darauf beschränkt werden, dass auch Muse, wie es beispielsweise Radiohead im Sommer schon vorgemacht haben, mit ihrem neuen und dritten Studioalbum "Absolution" eine Reaktion auf Krieg, Terror und desillusionierende Politik aufgezeichnet haben.

Das Album beginnt mit einem 22sekündigen Marsch, den ich als Referenz an Krieg interpretiere (und daher etwas zu offensichtlich positioniert finde). Eine Art Weckruf könnte der Text des zweiten bzw. ersten richtigen Songs darstellen, der ebenso bombastisch klingt, wie es der Titel schon vermuten lässt, jedoch auch eine theatralisch wirkende Pianomelodie aufweist. "Apocalypse Please" beschwört die Endzeitstimmung herauf – "this is the end of the world" - und dieses Thema setzt sich in "Time Is Running Out" fort. Die Zeilen "I won’t let you bury it / I won’t let you smother it / I won’t let you murder it / Because our time is running out" sind zudem ein weiteres Indiz für das auf "Absolution"vorherrschende Gefühl der Zeitnot und Dringlichkeit. Eine mitreißende Hymne folgt mit dem Titeltrack "Sing For Absolution", dessen Text allem Anschein nach als persönliche Referenz Matthews an oben erwähnten Schrecken und die Möglichkeiten, dagegen anzuwirken, darstellt. In einem Interview sprach Matthew zumindest kürzlich von Musik als einer Möglichkeit, die Zeit zu überdauern, etwas von Bestand und vielleicht sogar spiritueller Bedeutung zu schaffen. Unterstützt wurde das Trio aus Devon bei diesem Vorhaben durch den Produzenten Rich Costey, einem Wunschkandidaten der Band, da er zuvor mit so unterschiedlichen Künstlern wie Rage Against The Machine und Fiona Apple gearbeitet hatte und sich laut Matthew daher ebenso mit "zarter Pianomusik als auch mit massiv drückenden Rockparts" auskannte.

Der Song "Stockholm Syndrome" geht wohl am ehesten in die Richtung zunehmende Härte, kann auch als Pumpkins-Surrogat dienen und findet seinen Höhepunkt in einem Riff, das so schnell ist, das es eigentlich schon fast an Metal erinnert. Auch "The Small Print" und "Hysteria" sind wahre Rockmonster mit droehnenden Gitarren und massiven Drums/Bassline. Gerade der Mittelpart des Albums beweist wieder einmal den Facettenreichtum der Band, die virtuos zwischen verzerrten Klangbildern und melancholischen Balladen zu wechseln versteht. Letzere sind es, an denen sich die Geister scheiden werden, denn während "Falling Down With You" ohne Frage eine wunderbare Ballade ist, war "Endlessly" schon vor der Veröffentlichung harscher Kritik durch die Fans ausgesetzt. Aufgrund von Synthiebeats klingt der Track fast wie eine typischer Eighties-Nummer, was eigentliche eine willkommene Abschweifung vom sonstigen bombastischen Sound sein könnte, allerdings in diesem Fall eher langatmig wirkt und ihn zum wohl schwächsten Song des Albums machen dürfte. Es wird sich in Hinblick auf diese eher balladesken Momente erst mit der Zeit entscheiden, ob wir sie noch hören wollen und können bzw. sie als zu süßlich einschätzen werden.

Für Muse stellt sich diese Frage zur Zeit anscheinend nicht mehr. So wurde der Song "Blackout", ein zartes Pflänzchen auf Platz neun, mit einem 18köpfigen Orchester und sehr langsamen Streichern und italienischen Mandolinen eingespielt. Und auch in den Lyrics zeigt sich eine neue Unbekümmertheit, die vielleicht ein Ergebnis der vielpublizierten Verliebtheit Matthews ist und dem früher häufig geäußerten Vorwurf, seine Texte würden kalt und emotionslos wirken, die Grundlage entzieht. Schmerzhaft schön und ehrlich sind so die Zeilen in "Falling Down With You", in denen Matthew aus einem vielleicht zwischen zwei Liebenden gemurmelten Trost eine Botschaft macht, die sich auch an den Hörer richten könnte: "Forget the reckless things we’ve done / I think our lives have just begun". Gleiches gilt für "Butterflies and Hurricanes", das wohl jeder, der es bisher hören durfte, für unvergesslich und wunderbar befunden hat. Auch hier liegt es im Ermessen des Hörers, an wen sich die leidenschaftlich intonierten Zeilen "You’ve got to change the world / And use this chance to be heard" eigentlich richten.

Nebenbei bemerkt bringt der schmächtige Sänger auf Absolution wieder eine schier unerschöpfliche Stimmgewalt auf, die, so gut man sie nun schon kennen müsste, doch immer wieder fassungslos macht. Da erinnert der eine oder andere Song sogar an Material aus einem Musical, was eigentlich angesichts des schon immer dokumentierten theatralischen Zugs der Band keine überraschung sein sollte. Schließlich waren auch Queen, wenn man geschmackliche Verirrungen mal beiseite lässt, eine große Rockband. Besonders "Butterflies and Hurricanes" fällt aufgrund seiner sich ekstatisch aufbauenden Struktur und auch dank eines melodramatischen Pianosolos in die Kategorie Rockoper. Das Experiment wird allerdings nicht zu solchen Extremen geführt wie Mansun es auf "Six" vorgemacht haben. Doch das Label Barockrock, das ihnen der Rolling Stone vor einiger Zeit verpasste, haben Muse sich auf jeden Fall verdient.

Im Vergleich mit den beiden Vorgängern zeigt "Absolution" eine gereifte Band, die ihre musikalischen Fähigkeiten erweitert hat und in voller Bandbreite einzusetzen versteht, vorrangig jedoch damit beschäftigt ist, den schon bekannten Stil zu perfektionieren – und nebenbei auch ihre nicht-musikalischen Möglichkeiten entdeckt. Alles in allem erfindet das Trio mit seinem dritten Album nicht das Rad neu, bleibt aber eine der besten britischen Rockbands mit großen Aussichten für die Zukunft. Für diese dürfte der kommerzielle Erfolg von "Absolution" entscheidend sein.


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