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Meine Herrschaften, Zeiten sind das… Da veröffentlicht doch eine Death Metal-Band eine Single und hat durchaus Chancen, in die Charts zu kommen… Klingt surreal, doch im Falle von der führenden Melodic Death Metal-Band In Flames (ja, ich weiss, dass Soilwork mächtig am Thron sägen, wir werden das Jahr abwarten und sehen...) und ihren mittlerweile fast schon kommerziell zu nennenden Hits, die die Gratwanderung zwischen Eingängigkeit und Brutalität zu meistern wissen, könnte dieses Szenario eintreten.
„Trigger“, die Klanggranate (darf man solche Bezeichnungen in Zeiten wie diesen überhaupt guten Gewissens verwenden?) zeigt die Symbiose aus harschem Gesang, Breitwandriffing und Ohrwurmcharakter, „Watch Them Feed“ weiß ebenso zu gefallen, doch die eigentlichen Schmankerl kommen erst nach diesen beiden Songs. Im Metalbereich sind für mich neben Graveworm die Götheborger die unterhaltsamsten agierende Combo in Sachen genrefremder Coverversionen. Dies beweisen die Herren einmal mehr, indem sie sich „Land Of Confusion“ von Genesis annahmen. Für die Version spricht wohl, dass man das Original erst nach mehrmaligem Hören erkennt, da hier Kreischgesang und Gitarren, Gitarren, Gitarren dominieren. „Cloud Connected“, der Überhit, erweist sich im Club Remix als extrem tanzbar (für die Tanzfaulen nach einigen Bierchen) und wenn diese auf dem Level sind, können sie auch gleich zur C64-Karaoke-Version von „Moonshild“ weitermachen. Ein nüchterner Headbanger würde sich mit Sicherheit nie, nie, nie auf solch ein Experiment einlassen, aber es ist unglaublich witzig, seine Kumpels besoffen zu den Synthiklängen grölen zu hören... Hab extra recherchiert, hehe.
Dazu gesellen sich noch die Videoclips von „Trigger“ und „Cloud Connected“, die man einfach gesehen haben muss, um mitzureden. Was bleibt zu sagen? Es gibt wahrlich Singles, bei denen man weniger für sein Geld bekommt. Also...
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