Schwer ist es wohl nicht, dem Albumtitel zu entnehmen, dass sich der neue Silberling der Bloodflowerz um die sieben Todsünden und im Gegensatz dazu um die sieben geistigen Tugenden handelt und so besteht das fabelhafte Endprodukt aus 14 Songs der unterschiedlichsten Kaliber. Wie schon auf ihrem Debütalbum “Diabolic Angel“ rocken die Blutblumen um die charismatische Sängerin Kirsten Zahn was das Zeug hält und trotzen wieder mal allen Vorurteilen, dass düstere Musik inklusive female Vocals immer gleich nach Lacuna Coil oder The Gathering klingen muss, sondern in einer wesentlich raueren Version genauso gut funktioniert und nicht unbedingt selten auch definitiv die Nase vorn hat! Mit “7 Benedictions / 7 Maledictions" gehen die Bloodflowerz mit einem Zweitlingswerk an den Start, für das man unbedingt ein Ohr frei haben sollte. Und wie heißt es so schön, die Mischung machts! Mit metal-lastigen Songs wie “Dorian“ und “My Treasure“, ruhigen Tracks der Marke “Raise The Dawn“ oder dem rockigen Opener “Wild Heart“ kann die Band immer wieder aufs Neue überzeugen und beweisen ihre enorme Wandlungsfähigkeit in Sachen Songwriting. Die absoluten Knaller sind jedoch die Themen Liebe (“Fire In Paradise“), Lust (“Black Snake Sister“) und vor allem Exzess (“Too Much“). Diese drei Songs bleiben sofort in den Ohrmuscheln haften und die Refrains sind dort auch mit aller Anstrengung nicht mehr wegzukriegen! Und auch wenn der Markt in den letzten Wochen mit Veröffentlichungen von Bands wie Xandria, Evanescence und Within Temptation überflutet wurde, nehmen die Bloodflowerz einen ganz besonderen Platz in der Reihe der “Girlie“-Bands ein, der ihnen wohl nur schwer streitig gemacht werden kann.