Immer dann, wenn du gerade meinst, dein Leben verläuft in perfekten Bahnen und all das Schlechte, das dir je wiederfahren ist, in weiter Ferne scheint, immer dann, wird dich ein Album wie “A World To Drown In“ der vermeintlichen Realität entfremden, deine tiefsten Sorgen, Ängste und Probleme aus den Tiefen deines Inneren wieder zum Vorschein bringen und versuchen, dich an deinem schmerzlichsten Punkt zu treffen und dich im wahrsten Sinne des Wortes in eine Welt ziehen, in der du zu ertrinken drohst. Wer meint, er könne sich den unendlichen Gefühlen dieser Scheibe entziehen, dem sei gesagt, dass das fast an das Unmögliche grenzen würde. Blazing Eternity schaffen es mit jedem Song aufs Neue, den Hörer vollkommen zu vereinnahmen, ihn in Melancholie einzuhüllen und ihn nicht mehr loszulassen. Die eingängigen und herzzerreißenden Melodien sind so unglaublich traurig, dass an mancher Stelle, mühelos die ein oder andere Träne kullern könnte und wenn dann auch noch der weiche und warme, jedoch schmerzerfüllte, fast elegische Gesang von Morten Lybecker hinzukommt, gibt es kein Entkommen aus der endlosen Traurigkeit, die “A World To Drown In“ offeriert. Mit ihrem Zweitlingswerk haben sich Blazing Eternity weitestgehend von ihrer Metalvergangenheit gelöst und sich voll und ganz den großen Gefühlen der melancholischen Rockmusik verschrieben. Ähnlich wie Katatonia leben sie ganz allein von traumhaften Melodien, die sich sanft ins Ohr des Hörers legen und sich dort aufgrund der einprägsamen Refrains festsetzen. Sanfte Gitarren, die ab und an auch mal etwas rockiger werden, leise Pianoklänge und ein minimalistischer Einsatz der Drums machen jeden Song zu einem wahren Kunstwerk. Es scheint mir keinesfalls vermessen, “A World To Drown In“ als einen der bisherigen musikalischen Höhepunkte des Jahres zu deklarieren! Für mich absolut mehr als eine Empfehlung wert und mein persönlicher Favorit unter den Releases für Monat Mai! Unvergessliche Songs wie “Stars In July“, “(Don’t) Tell The World“ und das in dänisch verfasste “En Nat Bliver Det Sommer“ sind dafür Rechtfertigung genug!