Kurz, aber dafür schmerzvoll kommt das neue Album von Born From Pain daher. Bisher haben ihre Liveauftritte ihnen den Ruf als härteste europäische Hardcore-Band beschert, nun lassen Born From Pain, die sich 1997 aus Mitgliedern von Bands wie u.a. Feeding The Fire und Point Of No Return zusammengeschlossen haben, es auch auf ihrem neuen Studioalbum "Sands Of Time" so richtig krachen. Der knallharte HC–Sound der Jungs kommt supersauber und knallhart und haut einem die Texte, die sich in erster Linie um den harten Kampf des alltäglichen Überlebens drehen, derartig um die Ohren, dass einem der Blutdruck auf jeden Fall ordentlich steigt und man reichlich Energie durch seinen Körper fließen fühlt. Die Texte sind vielleicht wirklich etwas zu sehr schwarzgemalt. Die Aggression und Energie der Kombination aus schnellen Beats und kraftvollen Vocals steckt einen ganz gern und auch recht schnell an, so dass die Scheibe besser nicht beim Autofahren hören sollte. Mindestens fährt man dann zu schnell. Na gut, das Album ist mit seinen knapp 30 Minuten wohl eher für Kurzstrecken geeignet. Was sehr hervorsticht ist die gelungene Bookletgestaltung. Da hat sich jemand sehr viel Mühe gegeben Fotos, Songtexte und auch Referenzen sehr ansehnlich erscheinen zu lassen. Muss ja auch mal erwähnt werden, das Auge hört ja schließlich mit. Für Freunde von Biohazard oder auch Hatebreed wird "Sands Of Time" ganz sicher eine Bereicherung der Plattenkollektion sein. Für meinen Geschmack hätte es wirklich länger sein dürfen, noch nicht mal 30 Minuten ist doch etwas kurz (einziges Manko).