Audioviolence Nach ihrem 2000er Debutalbum ´No Salvation´ bringen Browbeat nun ihre zweite Platte mit dem Titel ´Audioviolence´ auf dem Markt.Die Musik der Italiener bildet ein Konglomerat aus Hardcore und Metal, wobei sich ab und an auch Crossoverelemente in den Vordergrund mischen. Ihre Wurzeln können und wollen Browbeat nicht verleugnen und so findet sich auch ein Titel in Italienisch auf dem Album. Mehr nicht-englische Titel wären vielleicht auch interessant geworden. Songs wie ´Hater´ zeigen die ganze Bandbreite des Könnens er Band und insbesondere des Sängers M.V. auf. Satter Pogo , der in Doublebassgehämmere untermalt mit geradlinigem Sprechgesangsgeshoute übergeht, und dann abrupt von melodischen Gesangseinlagen abgelöst wird. Die gekonnt gesetzten Breaks tun das übrige für die energie- und temporeiche Wirkung, die sich nicht nur durch einzelne Songs sondern durch das gesamt Album zieht. Leider kommt gelegentlich, z.B. bei `Pure Smile` durch etwas zu lang gezogene Gesangsweise ein Limp Bizkit ähnlicher Sound durch, der sich netterweise nicht durch das gesamte Werk zieht. Diese geschmacklich fragwürdigen Ausflüge machen Browbeat durchgehend, meist im selben Song, durch Tempo- und Stilwechsel wieder gut, so dass sie es Phasenweise schaffen wie eine Kreuzung aus Soulfly und Lost Prophets zu klingen. Browbeat hat mit ihrem zweiten Album ein ordentliches und komplettes Werk gezaubert. Wer auf HC- Crossover- Mischungen steht wird mit dem Album sicherlich zufrieden sein. Energie hat ´Audioviolence´ reichlich, ich bin mal gespannt was man von diesen Jungs in Zukunft noch hören wird. Das einzige Minus sind für mich die Fred Durst- angelehnten Passagen, aber selbst dafür soll es ja Freunde geben…