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Stratovarius -  Elements Part 1     Artist:  Stratovarius
    Album:  Elements Part 1
    Label:  Nuclear Blast
    Release:  27.01.2003
   Medium:  Album
    Genre:  Powermetal ausdrucken 
    Autor:  Ingo empfehlen/teilen 
 

Schier unendlich erschien die Stratovarius-lose Zeit, die durch eine sich von der Band selbst auferlegte Pause den Fans zugemutet wurde. Zwei Jahre lang wurde so durch die Abstinenz bewusst, welche Rolle sich das europäisch durchgemischte Quintett mit ihrer umfangreichen und stets qualitativ hochwertigen Diskography erkämpft hat: Der Name Stratovarius steht spätestens seit dem 1997er Meisterwerk „Visions“ und dem darauf enthaltenden Jahrhundertsong „The Kiss Of Judas“ für das Gros der Metal-Gemeinde für filigranen, pfeilschnellen, klassisch akzentuierten und extrem eingängigen Melodic Power Metal.
Da konnten auch die hervorragenden Soloscheiben von den Timos (Gitarrist Timo Tolkki mit „Hymns To Life“ und Sänger Timo Kotipelto mit „Waiting For The Dawn“) nicht die Pause als Ersatz kompensieren, da das finnisch-schwedisch-deutsche Quartett nun mal von der Kombination der aussagestarken Stimme von Timo und dem virtuosen und gefühlvollen Gitarrenspiel von Timo lebt. Was sich bereits auf den Vorgängeralben andeutete, findet auf „Elements Part 1“ seinen Höhepunkt. Epische, ausufernde Stücke erfüllt von Abwechslung und Überraschungen werden auf dem aktuellen Silberling par excellance zelebriert, ohne aber die typischen Strato-Trademarks zu vernachlässigen.
„Eagleheart“ stellt eine gewohnte Bandhymne dar, die schnell und eingängig ausgefallen ist, mit Ohrwurmrefrain und melodischen Leads vom Schlage „Hunting High And Low“. „Soul Of A Vagabond“ zeigt erstmals den künstlerischen Anspruch, den die Stratos innehaben, neben einem schweren, sägenden Riff kommt die orchestrale Abteilung voll zum Einsatz und kreiert eine fast schon bedrohliche Atmosphäre, die durch Timos Organ optimal unterstützt wird. „Find Your Own Voice“ ist eine fetzige Speednummer, rasend schnell und nicht mehr zu vergessen. „Fantasia“ erhebt sich ruhig, fast schon rokokko-artig und entwickelt sich zu einer Midtempo-Hymne mit unterhaltsamen Tempi-Wechseln. Besonders schön hier die Vorstellung einer möglichen Welt, untermalt von Flöten und, Achtung!, einem stimmungsvollen Akkordeon. Fazit: Wunderschön! „Learn o Fly“ ist wieder eine eingängige Double Bass- und Melodie-Orgie, für die man die Band am liebsten umarmen möchte.
„Papillion“ beginnt verhalten mit einer zerbrechlichen Kinderstimme, begleitet von einem Spinett, bis sich die bedrückende, melancholische Atmosphäre weiter aufbaut und in einen dramatischen Chorus mündet, begleitet von dramatischen Leads. Sehr ergreifend und bombastisch! „Stratofortress“ wird sicherlich, wenn es live dargeboten wird, dafür sorgen, dass die Münder nach unten klappen. Das Instrumental erweist sich als rasantes Duell von Gitarre und Keyboard, in dem Timo Tolkki und Jens Johansson zeigen, dass nicht nur ihre Landsleute Children Of Bodom derartig beeindrucken können, zumal sich Stratofortress“ fast schon als „Barock auf Speed, dargeboten mit elektrisch verstärkten Gitarren“ bezeichnen lässt. „Elements“, mit mächtigem Chor, zeigt, wie wuchtig und bombastisch eine Metalband sein kann, durch die Wechsel von Tempo und Instrumentierung wächst die Intensität und erzeugt Gänsehaut. Der Rausschmeißer „A Drop In The Ocean“ ist eine pathetische Herz-Schmerz-Ballade, die sicherlich am besten dazu geeignet ist, Mausi auf die Laken zu ziehen.
Summa summarum bleibt zu sagen, dass Stratovarius ihren Ansprüchen gerecht geworden sind, ein Album aufgenommen haben, auf welches sie im Greisenalter noch immer stolz zurück blicken und sagen können: „Damit haben wir Maßstäbe gesetzt!“. Jawoll!


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Stratovarius - Elements Part 1
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Kurzinfos: Stratovarius

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- Megadeth

Artikel:
- Kotipelto - Trotz Stratovarius-Rückkehr mit zweitem Solo-Standbein
- Stratovarius - Kommunikation ist sehr wichtig, sonst heißt es: Fuck You!
- Stratovarius - Alles hat ein Ende, nur die Wurst...
- Stratovarius - Das funktionierende Democrazy-Prinzip

Rezensionen:
- Infinite
- Intermission
- Elements Part 1
- Elements Pt.2
- Stratovarius
- Polaris
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- Under Flaming Winter Skies - Live in Tampere
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