Und so taten sich Bloodbath anno 2000 auf, um ihre EP “Breeding Death” einzutrümmern und ließen die begeisterte Gefolgschaft zwei Jahre schmoren, bis sie ihr Debüt “Ressurrection Through Carnage” an die Massen bringen. Doch von Debüt sollte man eigentlich nicht sprechen, sieht man sich die klanghaften Namen der beteiligten Musiker an. Da röhrt Opeth-Sänger Mikael Akerfeldt, da zupft Katatonia- und October Tide-Basser Jonas Renksskske [what a name!) die vier dicken Saiten, es malträtiert Anders Nyström von Katatonia- und Diabolic Masquerade die Sechssaitige und Dan Swanö von Nightingale bzw. Edge Of Sanity gerbt die Felle. Wir sehen: Alles gestandene Mucker. Und was haben wir zu erwarten? Jede Menge Nostalgie, verpackt in die qualitativen Sound-Erwartungen des Jahres 2002. Bloodbath huldigen der ersten Welle des Death Metal Made In Sweden, Referenzen sind hier nicht In Flames und Konsorten, sondern alte Recken wie Dismember, Entombed oder Grave. Selbstredend, dass das Logo aussehen muss wie ein Teller zertretener Spagetti und vom Metzger das Schweineblut literweise geordert wurde. Doch nicht nur optisch, auch stilistisch werden wie Oldschool-Fans frohlocken, kann man doch „Ressurrection Through Carnage“ als Vermächtnis dieser fast schon verblichenen Spielart sehen. Tiefer kann man die Gitarre nicht mehr stimmen, Mikael scheint seine Stimmbänder zu gurgeln und Mr. Swanö zeigt hinter der Schießbude, wo der Hammer hängt. Derbe Klangbolzen wie „Ways To The Grave“, „Death Delirium”, “The Soulcollector” oder “Bathe In Blood” lassen noch einmal die große Zeit Anfang der 90er aufleben, als nicht Melodie, sondern Brutalität und Rohheit den Death Metal bestimmten. Damit dürfte die Klientel für dieses Album wohl klar sein.