Für britischen Heavy Metal oder Hardrock der 70er waren sie bekannt, wenn auch nicht so sehr in der Heimat, dann doch in Japan und in unseren Landen , UFO, 1969 in London gegründet. Von der ursprünglichen Besetzung sind nach einigen Bandauflösungen und Wiederformationen 2002 noch Basser Pete Way, Sänger Phil Mogg und der von den Scorpions abgeworbene Michael Schenker am Starte. Letzterer hatte sich ja einige Male von der Band getrennt, einmal ohne sich zu verabschieden, worauf Gerüchte um Mord und Entführung kursierten, dabei wusste der Gute bloß nicht, wie er auf englisch sagen sollte, dass er die Band verlassen wolle. In ihren ersten Jahren haben sich UFO nicht nur mit ihrer Musik sondern auch mit ihrem Rock'n'Roll-Lebensstil einen Namen gemacht, die britischen Musikzeitungen Sounder und Kerrang! berichteten dazumal ausführlich über Hotelhorrorstories, Gruppenschaukämpfe und diverse andere Exzesse. Jetzt zeigen sich die Herren Way, Mogg, Schenker zusammen mit Drummer Aynsley Dunbar reifer, auch in musikalischer Hinsicht. "Sharks" ist zwar immernoch solider, guter Hardrock, aber doch etwas nachdenklicher, vernünftiger. Der jugendliche "Doctor, Doctor"-Leichtsinn, und das "Krachige" an der Musik sind verschwunden, ohne dabei die Kraft zu verlieren. UFO gehören mit dem aktuellen Album zu denen, die es geschafft haben nach über 30 Jahren noch erkennbar ihren Stil zu haben, ohne dabei altmodisch und old-school im negativen Sinne zu wirken. Ob der Verlust des Krachrocker-Touches in Musik und sicher auch Verhalten der Vier nun negativ oder positiv ist sei dahingestellt. Ihre aktuelle musikalische Richtung ist auf jeden Fall lohnenswert zu hören, gute Mucke.