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Elvis Costello -  When I Was Cruel     Artist:  Elvis Costello
    Album:  When I Was Cruel
    Label:  Universal / Island
    Release:  13.05.2002
   Medium:  Album
    Genre:  Artrock ausdrucken 
    Autor:  Tobiohnebo empfehlen/teilen 
 

Bei welchem Musiker würde die Volksweisheit "Genie und Wahnsinn liegen dicht beieinander" besser zutreffen als bei ihm. Ein musikalisches Genie ist Declan McManus unbestritten, aber nicht immer kommt auch ohren- und publikumstaugliche Musik dabei raus. Vor 25 Jahren begann er seine Karriere als Elvis Costello, benannt nach Elvis und dessen Urgroßmutter mit Familiennamen Costello. Trotz dieser langen Laufbahn, unzähliger Alben und Kooperationen mit den verschiedensten Musikern wie dem Schlager-Barden Burt Bacharach ("Painted from the Memory") oder der Opernsängerin Anne Sophie von Otter führt er doch irgendwie ein Schattendasein. Denkt man. Und plötzlich taucht er doch wieder auf der Leinwand auf und spielt mit seiner Band ein Liebeslied für Austin Powers und Miss Schickfick ("Austin Powers 2"), liegt einem mit einem Beatles Cover ("You've gotta hide your love away") in den Ohren oder ist auf dem Bridge School (eine Behindertenschule in den USA) Benefiz-Sampler mit einem wunderschönen Liebeslied namens "Alison" zu hören. Auch "What's so funny about peace, love and understanding?" kennt wohl jeder aus dem Radio, aber verdammt...von wem ist das Lied nochmal?

Dieser Mann mit seinem extravaganten Klamottengeschmack und der Zahnlücke, der einfach nicht einzuordnen ist zwischen Rock-Stars, genialen Singer-Songwritern und Pop-Ikonen hat nun also sein aktuelles Album "When I was cruel" vorgelegt und es wäre wohl kein Album von Elvis Costello, wenn nicht alles irgendwie vertreten wäre: ruhige Stücke und Rock-Songs, schräge Bläser neben chilligen Beats, bewährte E-Gitarre neben experimentellen Klangeffekten. Der Opener "45" ist eine Art Autobiographie, beginnend mit dem 2. Weltkrieg. Costello singt "Nine years later a child was born" zu klassischen Rockklängen, welche im Refrain anschwellen. In "Spooky Girlfriend" wird der Sound dann experimenteller. Die Kulisse aus Percussions, a capella Backgroundsängern und dezenten Trompeten verdichtet sich zunehmend und der Song dreht sich in lyrischer Weise um sexuelle Phantasien. Der Titelsong "When I was cruel No.2" ist langsam und mit Triphop-Beats unterlegt. Allerdings handelt es sich mitnichten um easy-listening, da sich mantraartig eine verstörende Frauenstimme durch den ganzen Song zieht und alle 2 Zeilen einen kurzen Laut von sich gibt. Der Text ist zynisch und bitter, aber nur sehr schwer zu entschlüsseln. Insgesamt ergibt sich der schwerverdaulichste Song des Albums. Genauso düster aber melodischer und weniger nervenaufreibend geht es dann mit "Soul for hire" weiter. Erst bei "15 Petals" wird das Tempo wieder angezogen. Es handelt sich hierbei um eine schräge Liebeserklärung, denn die Zeile "I love you twisted" wird eindrucksvoll aber etwas zu unharmonisch von Bläser-Bridges unterstrichen.

Lautes, rockiges und schnörkelloses ist mit "Dissolve" oder "Daddy can I turn this?" dann im Verlauf des insgesamt sehr komplexen Albums immer mal wieder zu hören und "My blue window" lädt zur Erholung von strapaziöseren Songs ein. Allerdings kann auch diese Ausnahme und das ruhige Schlußstück "Radio Silence" nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei "When I was cruel" nicht um leichte Kost handelt. Man wird die Scheibe sicher nicht mal eben so nebenbei hören und auch nicht, wenn die Schwiegereltern zum Essen kommen. Trotzdem funktioniert das Album und zieht einen in einen seltsamen Bann, der wohl am ehesten mit der gleichzeitigen Faszination und der Abstossung durch Bilder einer Blinddarmoperation im Fernsehen zu erklären ist. Keiner versteht es so gut wie Elvis Costello, eine wunderschöne Melodie aufzubauen und dann mit einem Tusch alles zusammenstürzen zu lassen. Gewürzt ist das ganze mit Texten über Liebe, Sex, gesellschaftlichen Problemen und Politik.

Eine bedingungslose Kaufempfehlung will ich aus oben genannten Gründen nicht geben, obwohl ich ein großer Elvis Costello Fan bin. Diese Art von Alternative Rock für strapazierfähige Ohren ist sicher nicht Jedermanns Sache.


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Elvis Costello - When I Was Cruel
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- Elvis Costello

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- Elvis Costello - Kein Hochstapler unter Hochstaplern

Rezensionen:
- When I Was Cruel
- North
- The Right Spectacle - The Very Best Of Elvis Costello - The Videos

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