Der Mann, dem schwerer Stahl durch die Adern fließt, holt aus zum zweiten Streich nach seiner Iron Maiden-Ära. Nach den durchweg positiven Kritiken zum Erstling ´Silicon Messiah´ rückt Blaze Bayley keinen Zentimeter der von ihm vorgegebenen Marschrute ab, soll heißen: Auf ´Tenth Dimension´ regiert purer, traditioneller Heavy Metal, aber im modernen Soundgewand. Die elf Stücke leben natürlich von der einmaligen Stimme des symphatischen Briten, die sich mächtig, schwer, dunkel, dynamisch und eingängig über die kraftvollen, sägenden, aber doch melodiösen Riffs, melancholische oder ergreifende Leads bzw. Soli und die treibende Rythmus-Sektion legt. Kompositorisch hat Blaze einiges von den Jungfrauen gelernt, was sich auch wieder auf ´Tenth Dimension´ zeigt, effektvoll wechseln heftig-rockende Passagen mit Sprachfetzen oder hymnischen Refrains. Unter den elf wunderbar bangtauglichen Stücken Highlights herauszupicken fällt schwer, präsentiert sich doch der neuste Output in einem Guss. Dennoch seien als Anspieltipps das fulminante ´Kill And Destroy´ oder der Titeltrack mit der herrlich vor Zynismus triefenden Textzeile „Freedom ist there, in the tenth dimension!“ angeführt. Das erste richtige Heavy -Highlight des Jahres, da ehrlich, abwechslungsreich und kompromisslos!