Ach ja, wer erinnert sich denn nicht an die Housemartins Ende der 80er, die mit 'Caravan Of Love' die damaligen Charts für Wochen dominierten. Oder dem Nachfolger der Housemartins, Beautiful South, die mit glanzvollen Popsongs einem den Tag versüßen konnten.
Nun, Anfang des neuen Millenium sind Biscuit Boy da und dahinter verbirgt sich kein geringerer als Paul Heaton. Stimme der oben erwähnten Housemartins und Beautiful South. Er selber beschreibt sein neues Projekt mit den Worten: "Die Idee, die dahinterstand, war etwas Rauheres, Ursprünglicheres zu kreieren - etwa die Richtung: So klingt er also, wenn er seine Pop-Klamotten nicht trägt!"
Den großen Unterschied zwischen seiner Vergangenheit und Biscuit Boy hört man jedoch nicht heraus. Paul Heaton's Stimme ist für etwas neues auch zu einmalig. Allzu schnell verknüpft man die ersten Vocals mit den Helden früherer Tage. Demzufolge baut sich auch schnell ein großer Erwartungsdruck in einem auf, der von 'Fat Chance' nicht befriedigt werden kann. Im Gegensatz zu den perfekten Popsongs der 80er, verbirgt sich hinter Biscuit Boys' 'Fat Chance' ottonormal Popkost. Keine Ohrwurmmaschinerie wie in früheren Tagen.
'Fat Chance' pläschert dahin und vermittelt eher aufkommende Langeweile. Es wäre schöner, wenn Paul Heaton seine Pop Klamotten wieder anzieht. In der Form erreicht Biscuit Boy gerademal ausreichenden Hörgenuß.