Seit 8 Jahren beglücken uns die STP skurrilen bis genialen Songs und endlich ist ihr viertes Werk auf dem Markt. Nach Core, Purple und Tiny Music... nahm die Band eine Auszeit wegen der Drogenexzesse von Sänger Scott Weiland. Der nutzte die Zeit nicht nur dazu wieder klar zu kommen, er nahm auch ein Soloalbum '12 Bar Blues' auf. Jetzt ist die Band wieder vereint und doch getrennt, denn Scott mußte wegen Verstoß gegen die Bewährungsauflagen (Drogenkonsum) für 12 Monate in den Knast.Stilistisch hat sich bei den 4 Jungs kaum etwas geändert. Die Stimme hämmert im Rhythmus der Gitarre oder füllt die Harmonien bei softeren Songs.Absolutes Highlight ist 'No Way Out', in dem ungewohnt viel Aggressivität im Chorus steckt:'Keep it away now motherfucker, keep it away', und dabei meine ich nicht nur die Wort, diesind wir ja gewohnt. Gesang und Gitarre legen einen unbekannten Drive an den Tag.Ich habe den Eindruck, daß Scott sich bei diesem Lied ein wenig Luft machen wollte, es scheint, als ließe er sämtlichen Frust bei diesem Satz aus sich heraus.In ähnlichem Tempo schließt der nächste Song 'Sex & Violence' an. Süß swingende, schmachtende Stücke wie 'Sour Girl' oder 'I got You' zeigen die ruhige Seite der Bruchpiloten. Bei 'Atlanta' klingen sie fast wie die Doors.Die erste Single heißt 'Down', ein Song nach typischer STP-Manier, meiner Meinung nach nicht der Beste, aber wer den Grunge liebt, kommt an dieser Scheibe nicht vorbei.