Die Kanadier um Mastermind James Di Salvio standen mit ihrem zweiten Album in der Pflicht, an den Erfolg ihres '97er Debuts 'glee' mit dem Überhit 'drinking in L.A.' anzuschließen und haben dieses leider nicht geschafft. 'Discosis' ist mit Sicherheit kein schlechtes Album, aber gemessen am Vorgänger nur zweite Wahl. Vor allem Spritzigkeit ging BRAN VAN 3000 verloren, auch wenn Gastauftritte von Big Daddy Kane, Youssou N'Dour oder auch Curtis Mayfield zunächst sehr vielversprechend klingen. Für meinen Geschmack wollte Di Salvio wohl eine Idee zu viel und ich werde den Verdacht nicht los, einem überproduzierten Album zu lauschen. Es ist aber kein schlechtes Album, das möchte ich noch einmal unmißverständlich betonen. Wenn ich im Sommer auf der B109 in Richtung Ostsee fahre, möchte ich eben soclhe Musik hören...auch wenn 'glee' der perfektere Soundtrack wäre.