Wenn man sich die Jungs von Bury Your Dead so ansieht könnte man sie wahrscheinlich eher für Totengräber oder schlecht gekleidete BWL- Studenten halten. Dass sich hinter den Nadelstreifenanzügen aber eine derart satte Metalcore- Band verbirgt, lässt einen doch etwas die Stirn runzeln. Gegründet wurde die Band 2001, um dann nach einigen Touren im Jahre 2002 schon wieder auseinander zu fallen. Interessant ist, dass sich die Musiker zwischendurch bei recht guten und namhaften Bands verdingten. Drummer Mark trommelte bei Between The Buried And Me und Gitarrist Slim sorgte bei Blood Has Been Shed für den nötigen Gitarrensound. Es braucht wohl bei diesen Referenzen nicht weiter erwähnt werden, dass die beiden ihr Handwerk beherrschen. Bewusst hat sich die Band entschieden bei Bury Your Dead etwas von der übermäßig technischen Schiene abzuweichen und mehr auf mid- tempo und Moshparts zu setzen. Das wird auch konsequent so durchgehalten. Allerdings wird man nicht vom Sound eingelullert, denn gerade, wenn das groovige etwas eintönig zu werden droht legen die Jungs von der Ostküste der USA einen ordentlichen Zahn zu. Besonders spannend sind Songs wie zum Beispiel "The Color Of Money", die technisch anspruchsvoll sind und dabei auch ihren eigenen mitreißenden Groove entwickeln. Was die Songtitel betrifft, haben Bury Your Dead wohl nen Clown gefrühstückt. Die Tracks sind allesamt nach Filmen mit Tom Cruise betitelt. Na ja wer´s mag. Cover Your Tracks ist schon ein ordentliches Brett, das sich tempomäßig eher am ursprünglichen Hardcore orientiert, dabei aber auf moderne Riffs und Sounds setzt. Wem Blood Has Been Shed zu technisch und schnell sind und Madball zu wenig metallastig, der sollte sich wohl mal mit Bury Your Dead beschäftigen.