Und Heavy Metal ist auch forever! Das beweist einmal mehr das neue und damit nach "Of The Father And The Son" zweite Output der Astral Doors aus dem Hause Locomotive. Ein durchaus zeitloser Silberling, rauh und true wie der Metal der 70er und 80er und dabei sauber gemastert wie aus den 90ern. Und das, obwohl sich Joachim Nordlund und Johan Lindstedt erst anfang des neuen Jahrtausends zusammengetan haben, um – im Geiste gemeinsamer alter Helden wie Rainbow, Black Sabbath und Deep Purple – Heavy Metal zu produzieren. Den geneigten Hörer erwarten elf Tracks melodischer Heavy/PowerMetal vom feinsten. Die besungenen Themen sind – getreu dem Titel – größtenteils eher düsterer Natur. Titel wie "From The Cradle To The Grave", "Stalingrad", "The Flame" oder die finstere (obligatorische) Ballade dieses Genres "Path To Delirium" sagen wohl alles. Trotzdem gibt es auch den einen oder anderen Gute-Laune-Mitgröhl-Track auf "Evil Is Forever". "Time To Rock" oder "Lionheart" eignen sich wohl bestens um die Massen auf Konzerten in Schwung zu bringen und ein Meer von Pommesgabeln in Richtung Bühne zu ziehen. Am musikalischen Talent der Bandmitglieder besteht überhaupt kein Zweifel. Treibende Midtempo-Drums, markerschütternde Gitarrenriffs aus dem Bauch zweier Klampfen, eine gezielt eingesetzte Hammond-Orgel und die alles untermalende Bassline harmonieren wunderbar mit der energetischen Stimme des Sängers Nils Patrik Johansson (auch Wuthering Heights). Und wem das jetzt alles zu wenig innovativ ist, dem sei gesagt: Qualität setzt sich eben über Jahre hinweg durch! Im übrigen wird hier nicht plump geklaut, sondern lediglich der rote Faden der Klassiker wieder aufgenommen und eigenständig weiterentwickelt. Dass hier ein qualitativ hochwertiges Scheibchen vorliegt, wird letzten Endes ohne Zweifel auch durch die Produktion bestärkt: Gemischt wurde in Peter Tägtgrens Abyss Studio und gemastert bei Vince Sorg in den Principal Studios. "Evil Is Forever" ist somit allen Metalfans uneingeschränkt zu empfehlen!