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"Überwältigend trifft die Reaktionen auf das neue Album ganz gut!" freut sich Todde. "Platz 1 in der Rockhard, in Frankreich und jetzt ist auch noch Ungarn dazu gekommen, dass lässt sich schon sehen!" berichtet der Klampfer stolz. Und dabei waren solche Reaktionen auf das erschaffene Monster durchaus kalkuliert: "Klar waren die so erwartet, haha. Nee, aber ernsthaft: Man steckt so tief in allem drin, da ist man so voll mit Adrenalin, da findet man die Scheibe so toll wie die Erfindung von geschnitten Brot, da ist es schwer objektiv zu bleiben. Das fängt dann erst an, wenn die ersten Reaktionen von der Presse kommen, wenn man etwas hat, was die eigene Arbeit wertschätzt. Vorher hat man das Album nur selbst gehört und da kann man auch mal daneben liegen!" weiß das Gründungsmitglied von Brainstorm. "Für uns war es relativ schnell klar, was wir für ein Album da gerade erschaffen, im Gegensatz zu den anderen Scheiben, die größtenteils im Proberaum entstanden sind, haben wir diesmal bereits auf Tour begonnen neue Stücke zu schreiben, weil wir die Energie und Live-Athmosphäre und den Adrenalin-Schub versucht haben in die Songs zu packen und nicht großartig Pause machen wollten." so Todde.
Somit ist klar, worauf sich das Monster im Albumtitel bezieht, bliebe nur noch zu klären, wer das "Liquid" anbrachte. "Das steht in Bezug auf das Cover." weist Todde hin. Das Cover weicht vom ursprünglichen Stil der vorherigen Veröffentlichungen ab und wirkt nun etwas comichafter, ohne ins Kitschige abzudriften. "Das ist ein neuer Zeichner und ich sag mal: Warum immer das gleiche machen? Das wird langweilig. Andy kam mit der Idee mit den drei Monstern an, ich bin mir sicher, wir hätten das auch mit dem Zeichner machen können, der die letzten zwei Cover gemacht hat, aber es hat sich so ergeben, dass wir an Tom Thiel herangekommen sind, der sonst viel Computerspiele designed und wir seinen Entwurf einfach klasse fanden." erzählt sich der Gitarrist.
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"Ich erinnere mich an viele Sachen aus der Aufnahme-Session, besonders gern an die Nachmittage und Nächte, die wir auf Tour in Hotels oder im Nightliner waren und Songideen durchgejammt haben, das war schon eine sehr schöne Erfahrung, da wir das vorher nicht so in dem Maße gemacht haben. Wir haben sonst nach Tour erst einmal drei, vier Wochen Pause gemacht und haben dann konzentriert angefangen, diesmal gab es schon sehr viele Ideen, die schon im Raum standen. Die Nächte im September und Oktober waren sehr lang, als wir die Songs fertiggestellt haben, weil das Termin für das Studio mit dem 1. November schon lange stand und sich Ende des Jahres immer mehr Konzerte ergeben haben. Dann kam noch die USA hinzu, das war dann klasse und man ist froh, dass man sich so lange kennt und von neun Uhr abends bis drei, vier Uhr morgens sitzen und an den Songs tüfteln kann und das dann immer noch sehr viel Spaß macht. Nach der fünften Flasche Wein ist der Spaßfaktor dann noch etwas höher, ob das dann die produktivste Phase war, wage ich jetzt mal zu bezweifeln!" lacht Todde, als er auf die Songwriting-Phase zurückblickt.
Besonders sticht von dem gesamten Material, das erneut typisch Brainstorm-lastig ausgefallen ist und mit diversen kleinen Neuerungen aufwartet (etwa die mehrstimmigen Chöre) besonders die Single "All Those Words" hervor, bei der Brainstorm mit einer fast schon poppigen Klavier-Linie und erstmals mit Gastsängerin operieren, die den Sound um eine weitere Facette erweitert. "Wir sind sehr zufrieden, wie die Single lief, wir wollen allerdings auch keinen Top Ten-Hit, das war nicht der Grundgedanke. Wir hatten soviel Material auf einmal und besonders wegen des Songs "All Those Words", der von der ersten Note an etwas besonderes war und nicht der typische Brainstorm-Song ist, haben wir diese Single gemacht. Außerdem bedeutet eine Single noch zusätzlichen Promoeffekt und ist eine tolle Sache für die Fans, da Stücke drauf sind, die nicht auf dem Album sind. Und etwas verkaufen wollen wir ja auch!" lacht Todde über den doch recht komerziellen Song. "Da gibt’s noch ganz andere, die werden aber erst zu hören sein, wenn wir alt und grau sind, haha. Man hätte diesen Song auch wesentlich härter arrangieren können, doch fanden wir, dass er so, wie er jetzt ist, am besten wirkt! Speziell auch durch die weiblichen Vocals von Carmen Schäfer, bei denen wir lange überlegt hatten, ob uns deswegen nicht vielleicht jemand einen Vorwurf daraus macht, dass wir auf einen Zug aufspringen. Das machen wir halt nicht, sondern nutzen das als zusätzliche Farbe, sonst hätte man die Stimme noch wesentlich dominanter machen können." betont Todde.
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