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Die Finnen von Bad Machine mussten als erste dran glauben, denn trotz einer wirklich guten Performance fanden die Stücke nur wenig Gehör. Was eindeutig nicht an der Band sondern an der Tatsache, dass sich auch Frankfurter erst gegen später auf die Socken machen, lag. Als das Speedtrio von Peter Pan hingegen in gewohnter Schnelligkeit ihr Set spielten, füllte sich die Batschkapp zunehmend. Die drei Jungs aus den Niederlanden lassen mit ihrem energiegeladenem Speedpunk wirklich keinen Grashalm stehen und verstehen auch den richtigen RockN’Roll Drive gekonnt unter die pogende Menge zu werfen.
Jede der Vorbands spielte gut eine dreiviertel Stunde, und so dauerte es auch nicht lange, bis die Helden des Abends, die V8 Wankers, die Bühne betraten. Zu einem Intro aus einzelnen Filmsequenzen, wahrscheinlich irgendwelchen Roadmovies entlehnt, legten sie zu sechst los. Ein Höllenlärm, der durch insgesamt drei Gitarren verstärkt wurde, was den Bass komplett an die Wand spielte, wälzte sich von der Bühne durch die gute gefüllte Batschkapp. Ab dem ersten Song schienen die Amplifier zu brennen und Ralf, Frontman der Wankers, fand den richtigen Ton, um den Fans und Freunden so richtig einzuheizen. In einem Triumphzug aus alten Bekannten und den neuen Perlen des Album "The Demon Tweak" feierten sowohl Publikum als auch Band eine einzige bierüberschäumende Party. Somit war auch die erste Liveresonanz auf die Songs des neuen Albums uneingeschränkt positiv, was den selbsternannten "Auto-Assos" sichtlich Freude bereitete. Die Wankers sind einfach immer wieder eine großartige Liveband, ohne viel Schnick-Schnack oder Starallüren.
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"Nein, das ist nicht unser Ding", meint Sänger Ralf. "Uns geht es darum, unseren Fans eher das Gefühl zu geben, wir seien die Buddies von nebenan, als pseudounerreichbar. Ich unterhalte mich nach jeder Show gerne mit den Fans, gebe Tipps bzgl. Autos oder Musik und tausche auch Telefonnummern aus. Ich habe kein Problem damit." Und obwohl Ralf wahrlich nicht wie der nette Junge von Nebenan aussieht, macht der zugetackerte und überaus bunte Offenbacher so gar nicht einen auf "Voll-Assi". Zwar ist er Vollblut Rock'N Roller und zeigt dies auch gerne nach außen, aber Vorurteile im Bezug auf seine Person sind eher ganz unterste Schublade. "Vielleicht haben die Wankers nicht den besten Ruf, aber wir sind bestimmt keine publikumsscheue Band. Das kann man uns nicht nachsagen." Wenn man so locker mit Leuten umgeht, wie diese Band hat man auch unter Kollegen viele Freunde. Nicht nur zu Hollands schnellstem Vertreter in Sachen Speedrock haben die V8 Wankers gute Kontakte, sondern auch zu zahlreichen anderen Bands in der ganzen Welt. Das Management von Rose Tatoo weigert sich nach der letzten gemeinsamen Tour auch strickt die Jungs weiterzubuchen, da die Wankers angeblich in der Vergangenheit die Musikerkollegen zu sehr zum Trinken verleitet hätten. Als die eigentlich sonst trinkfesten Schweden der Backyard Babies für eine Fotosession auch mal bei Ralf zu Hause waren, bevorzugten die sonst sehr trinkfreudigen Musiker an diesem Tag langweiliges Mineralwasser. "Die Fotos waren für ein Tatoo-Magazine, und die Comicwand, vor der die Backyard Babies stehen, ist bei mir zu Hause. Zu meiner Verwunderung wollte keiner ein Bier trinken. Ich hatte extra einen Kasten Bier gekauft und dachte, cool, können wir ja nach getaner Arbeit noch ein bisschen zusammen abhängen, aber da war nichts zu machen."
Und es scheint wirklich, als hätten die Wankers überall mehr oder minder trinkfeste Freunde. "Wir haben schon zusammen mit einer Menge großartiger Bands gespielt. Als Turbonegro auf dem Bizzare-Festival nach der Reunion zum ersten Mal in Deutschland wieder live zu sehen waren, spielten wir auch oder auch die Jungs von Peter Pan Speedrock, die wir auch zu unserer Release Party eingeladen haben, gehören zu unseren Freunden. Lustig ist auch, dass gerade die Turbojugend auf uns abfährt, was es uns ermöglichte schon bei diversen Feiern von denen live zu spielen. Vielleicht haben wir eine ähnliche Struktur. Daher kam auch die Idee unseren internen V8 Wankers Speedclub auf unsere Fangemeinde zu erweitern. Es gibt Leute, ähnlich wie bei der Turbojugend, die mit unseren Jacken rumlaufen. Sicherlich ist das momentan mit dem Ausmaß der Turbojugenden nicht vergleichbar, aber auch unsere Fangemeinde wächst." Live sind die Wankers ziemlich viel unterwegs. Nachdem sie in Süddeutschland sehr viele Shows gespielt haben, erobern sie nun auch den Norden. Dem aber nicht genug. Sogar schon nach Finnland haben es die Freunde der aufgemotzen Amischlitten schon geschafft. "Wir tourten letzten Dezember zusammen mit Bad Machine, die wir auch zu unserer Record-Release Party eingeladen haben. Es sind Freunde von uns geworden. Die Tour war ja nicht gerade im besten Monat und von daher war es ziemlich kalt und ziemlich dunkel, aber wir hatten trotzdem eine gute Zeit."
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