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Hämatom - Die vertonte Brutalität der Gebrüder Grimm

Im Vorprogramm der J.B.O.-Tour machte unlängst eine blutjunge Band auf sich aufmerksam, deren gewöhnungsbedürftiger Sound sowie Optik einigen Hörern wohl das im Ohr und Auge verpasste, was der Bandname verspricht: Ein akustisches als auch optisches Hämatom. Dennoch begeisterte der Vierer das Gros der Fans der Franken. So eine interessante Band verdient es, sich einmal vorzustellen. Gitarrist Ost oblag es, die Bandphilosophie zu erläutern.

Die Auftritte im Vorprogramm von J.B.O. stellten gleich die Live-Feuertaufe dar, bei denen sich die Single "Butzemann" ordentlich verkaufte, aktuell steckt der Vierer mitten in den Aufnahmen für sein Debüt. Und jede noch so junge Geschichte hat einen Anfang, also auch bei Hämatom. Dieser Anfang soll als Gesprächseinstieg dienen und Saitendehner Ost erklärt, wie es zu Hämatom kam: Hämatom wurde gebraucht und wir brauchten Hämatom um unsere kranken Gedanken mit anderen zu teilen. Jetzt sind wir.“ heißt es kurz. Und die kranken Gedankengeber werden ebenso knapp wie nüchtern vorgestellt: “Gesang: Nord, Drums: Sued, Gitarre: Ost, Bass: West.“. So kann man sich auch einen eigenen Mythos erschaffen...

Was die Band von der Masse abhebt, ist ihre Melange aus Hardcore-lastige Riffs und Kinderlied-Lyrik. Dazu steckt in Songs wie "Butzemann" ein tieferer Sinn: “Wir sind alle vier Märchenkenner und -leser. Es ist uns aufgefallen, dass in den bekannten Märchen oft sehr viel Brutalität steckt, die man auf den ersten Blick gar nicht vermutet. Es erschien uns längst überfällig diese Lyrics zu verrocken und mit harten und aggressiven Riffs zu mischen. Außerdem kann man Liedern wie "Es tanzt der Biba Butzemann" eine ganz andere Bedeutung geben, indem man den Refrain übernimmt und in dem Strophentext den Butze aus unser Sicht beschreibt. Butzemann ist in unserer Vorstellung ein psychisch kranker, durchgedrehter Familienvater, der von früh bis abends seine Familie terrorisiert, wie es ja leider viel zu oft vorkommt. Diese soziale Schieflage haben wir versucht aus der Sicht eines (seines) Kindes zu beschreiben.“ bringt Ost Licht in das Dunkel der Bandbotschaft. Hämatom ist ebenso ein ungewöhnlicher Bandname, der im Zusammenhang mit der Aussage der Band steht. Hämatom d.h. "Auf die Fresse!" Der Name soll die Härte unserer Botschaft wiederspiegeln.“ lautet die prägnante Antwort.

Diese spezielle Mischung von Lyrik und musikalischem Stil könnte das Risiko beherbergen, dass es keine Zielgruppe für die Musik von Hämatom gibt und auch viele Fans nicht sofort die sozialkritische Botschaft realisieren. Gitarrist Ost sieht dem optimistisch entgegen: “Ich würde sagen, wir sprechen alle die an, die auf einen harten, innovativen Sound stehen und gerne mal pogen oder headbangen wollen. Auf der Tour hat sich schnell gezeigt, dass unsere Botschaft sofort erkannt wurde. Es dauerte keine fünf Minuten bis langhaarige Metal-Fans den Kopf schüttelten und mitsangen.“.

Neben den bereits benannten Besonderheiten fallen Hämatom bei ihren Live-Aktivitäten mit skurriler Bühen-Optik auf, Sänger Nord setzt auf Mullbinden und Kunstblut, Ost etwa auf Sturmhaube und Autoreifen-Schulterpolster. So erinnert die Band an eine Mischung aus Gwar und Lordi. “Ich würde unser Bühnenoutfit nicht mit diesen Bands vergleichen, zumindest haben wir uns niemals an ihnen orientiert. Hämatom soll eben ein Gesamtkonzept sein, da ist die Bühnenoptik natürlich ein sehr wichtiger Bestandteil des Ganzen. Die Leute sollen sofort wissen, dass Hämatom rockt und keine Jeanstragenden Kommerzrocker auf der Bühne stehen. Im Endeffekt ist Hämatom eine durchgeknallte Bande mit einem von der Intensivstation entlassenem Frontmann.“ so Ost. Klingt also ganz nach den netten Jungs von Nebenan.

Trotz durchdachtem Konzept und Engagement überraschte es schon, dass J.B.O. das Risiko eingingen und einen absoluten Newcomer als Support verpflichteten. Dies erwies sich als Glücksfall für Hämatom, die Livepremiere unter professionellen Bedingungen vor einem großen Publikum
zu absolvieren. “Wir kennen J.B.O. schon sehr lange und haben sie einfach gefragt. Klasse, dass die Jungs sofort "ja" sagten. Ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass wir uns nicht sicher waren, wie gut die Scheiße die wir machen ankommt und auch ob das Metal-Volk uns akzeptiert, war uns auch nicht eindeutig klar. Aber nach dem ersten Gig in Bonn stellten sich diese Fragen nicht mehr.“ blickt Ost zurück.

 

Bereits bei ihren Auftritten pries der Vierer sein bald erscheinendes Erstlingswerk an. Was kann man von Debüt erwarten? “Alles! Wir werden Ende Sommer 2005 unser Album veröffentlichen. Dafür arbeiten wir im Moment hart. "Die erste Platte machen, ist wie ein extra dickes Ei legen", genauso geht es uns im Moment. Wir legen und legen und legen, danach werden nur die größten Eier auf die Platte gepresst. Über den Vorgang unserer Produktion halten wir Euch durch Downloads auf unserer Page auf
dem Laufenden. Eins aber wissen wir jetzt schon: Es wird hart, fett und aggressiv, nichts für "Weicheier".“
verspricht Ost.

Dennoch: Kinderlieder und Märchen sind begrenzt, weswegen der Ideenpool nicht unendlich sein dürfte. “Das stimmt. Deswegen spielen wir auch von Anfang an Songs die nichts mit Kinderliedern zu tun haben. Auch auf der J.B.O. Tour war das so. Den einzigen Ideenpool den wir erschließen, ist unsere Kreativitätsquelle und die sprudelt momentan auf Hochtouren.“ orakelt Ost.

Die Zukunft beschreibt sich für die Band dadurch vielversprechend: “Der nächste und wichtigste Schritt ist ein fettes Album abzuliefern, daran arbeiten wir gerade sehr hart. Natürlich wollen wir auch so oft wie möglich touren, denn das ist das was Hämatom ausmacht. Wir freuen uns, Euch bald wieder den Arsch zu rocken, bis dahin: www.haematom.de!“ verabschiedet sich Ost. Wer nun neugierig geworden ist und sich angesprochen fühlt, der weiß nun wo er nun klicken muss. Wer sich ein Hämatom holen will, der soll es tun, denn die kranken Welt des Vierers lohnt sich!


 

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Ingo
© 05/2005 whiskey-soda.de
 


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